2010 - Juni, Ranon, Ambrym-Island



Wir segeln bei schönstem Wetter von Pentecost zurück nach Ambrym.

Wir ankern vor dem Dorf Ranon, mit Blick auf die zwei riesigen Rauchwolken der beiden Vulkane Marum und Benbow. Das Wetter scheint uns derart ideal um den Marum zu besteigen, dass wir für den nächsten Tag eine "Tourguide" organisierten, welche uns dorthin bringen soll. Vier Stunden Aufstieg, 3 Stunden Rückweg und eine Höhendifferenz von ungefähr 1'200m waren Nathalie zu viel, und so zog ich mit Jack, dem 19-jährigen Führer los. Das Glück war uns nicht hold. Die leichte Bewölkung schlug in tropische Regenfälle um und so gaben wir diese abenteuerliche Wanderung unterhalb des im Nebel versteckten Kraters nach 3 1/2 auf und kehrten zurück nach Ranon.

Am nächsten Tag segelten wir nochmals zur Homo Bay in Pentecost, der ideale Startpunkt für unseren Törn nach Espiritu Santo.


Juni 2010 - Ranon, Ambrym-Island
Juni 2010 - Ranon, Ambrym-Island
Blick auf die riesige Rauchwolke der beiden Vulkane Marum und Benbow
Blick auf die riesige Rauchwolke der beiden Vulkane Marum und Benbow



Nord Ambrym


Instrument, um ein armes Schwein umzubringen oder es bewusstlos zu schlagen ...




2010 - Juni, Espirutu Santo





Espiritu Santo, Malparavu Island
Espiritu Santo, Malparavu Island



Seit wir in Vanuatu sind, wurden wir vom Wetter und den Ankerplätzen nicht gerade verwöhnt. Nach einigen Tagen ankern im Schwell von Luganville, der zweit grössten Stadt in Vanuatu, segelten wir eine kurze Strecke nördlich zur Peterson Bay, welche völlig eingeschlossen von Riffen und kleinen Inseln ist. Es gibt einen schmalen Pass, welchen wir mit unseren 2.10 m Tiefgang nur bei Flut benutzen können. So ankerten wir eine Nacht vor dem Pass, um am nächsten Tag bei Hochwasser in die Perterson Bay einzulaufen. Es ist eine Bucht mit "Vollpension", denn die dort ansässigen Resorts (Oyster Island Resort und Turtle Bay Resort), bieten uns alles, was wir kulinarisch benötigen. Zudem können von unserem Schiff auf das etwas langsame Internet vom Oyster Island Ressort zugreifen. Was will man mehr ... wir bleiben zwei Wochen hier liegen.

Eine der Besonderheit dieser Bucht sind zwei Flüsse, an deren Ende sogenannte "Blue Holes" liegen. Das sind bis zu 30 m tiefe Quellen, in denen man herrlich Baden kann. Sonnenflecken tanzen auf der glatten Wasseroberfläche, ein unglaubliches Naturschauspiel.


SY "Gato Go" ...
SY "Gato Go" ...
Blue Hole in Peterson Bay ...
Blue Hole in Peterson Bay ...
Blue Hole in Peterson Bay ... Hokon & Berit, SY "Imagine"
Blue Hole in Peterson Bay ... Hokon & Berit, SY "Imagine"
Blue Hole in Peterson Bay ... Lei Ellen & Paul SY "Gato Go"
Blue Hole in Peterson Bay ... Lei Ellen & Paul SY "Gato Go"



Luganville, der Hauptort von Espiritu Santo sieht eher etwas traurig aus (wir haben vergessen, dort Fotos zu machen). In der Stadt leben ca. 6 000 Menschen, viele Chinesen und Vietnamesen, und während des 2. Weltkriegs war hier ein wichtiger amerikanischer Stützpunkt. Für Taucher ist Luganville darum ein hoch interessanter Platz, denn in 30m Tiefe liegt das Wrack der „President Coolidge. Die President Coolidge wurde von den Amerikanern im 2. Weltkrieg als Truppentransporter genutzt. Im Oktober 1942, bei dem Versuch in den Kanal von Luganville einzufahren, um die an Bord befindlichen amerikanischen Soldaten abzusetzen, lief sie im auf zwei amerikanische Minen. Der Kapitän nahm Kurs auf das nahe liegende Ufer und setzte die Soldaten im kniehohen Wasser ab. Es gab lediglich 2 Tote. Innerhalb von ca. 2 Stunden lief das Heck der Coolidge voll Wasser und der Rumpf rutschte zurück in die Tiefe. Der Schiffsrumpf ist heute auf einer Tiefe zwischen 21 und 70 Meter tauchbar. Nicht weit entfernt vom Wrack der Coolidge befindet sich der "Million Dollar Point". Dieser Punkt bekam seinen Namen, als die Amerikaner 1945 die Insel verlassen und vorher ihr gesamtes ziviles Gerät, Raupen. LKWs und sonstige Arbeitsgeräte an diesem Punkt ins Meer geworfen haben. Hintergrund: Die Amerikaner boten den Engländern und Franzosen, die die Inseln verwalteten, diese Gerätschaften zum Schleuderpreis von 1 Million Dollar an. Engländer und Franzosen waren nicht bereit, den Preis zu zahlen, weil sie davon ausgingen, das ihnen das Gerät kostenlos zufallen würde, wenn die Amerikaner erst mal abgezogen wären. Die Amerikaner durchschauten die Taktik und haben aus Wut lieber alles ins Meer geworfen, weil die Kosten für den Rücktransport in die Staaten höher gewesen wäre als der Wert des Materials. Diese Stelle ist vermutlich der grösste Unterwasserschrottplatz der Welt und ein einträglicher Tauchspott für die lokalen Tauchclubs.





"President Coolidge"



2010 - Juli, Aese-Island



Nathalie paddelt am Strand ...
Nathalie paddelt am Strand ...

Zum obigen Bild kommt mir noch ein passendes, indianisches Sprichwort in den Sinn :-)
Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, solltest Du absteigen.




Was man hier am Strand, auf den Inseln und unter Wasser, nicht alles findet. Es ist das Paradies der Wracks. Im 2. Weltkrieg waren in Vanuatu 300'000 Amerikaner mit ihren Anlagen und dem Kriegsmaterial stationiert. Übrig geblieben sind versunkene Schiffe, völlig von der Witterung zerstörte Hafenanlagen und Gebäude. Zudem ist Vanuatu in der Mitte des südpazifischen Zyklon-Gebietes, denn viele der auf Riffen stehenden Wracks wurden Opfer dieser Stürme.

Wrack in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...
Wrack in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...
Hafenalage in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...
Hafenalage in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...
Wrack ganz im Süden von Aese ...
Wrack ganz im Süden von Aese ...
Schon beinahe vollständigt von der Witterung zerfressen. Nichts, aber auch gar nichts ist für die Ewigkeit gebaut ...
Schon beinahe vollständigt von der Witterung zerfressen. Nichts, aber auch gar nichts ist für die Ewigkeit gebaut ...
Wrack in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...
Wrack in Surunda, im Osten von Espiritu Santo ...





2010 - Juli, Maewo-Island



Junior, unsere Guide, im Hintergrund die Asanvari-Bay
Junior, unsere Guide, im Hintergrund die Asanvari-Bay



Asanvari Bay

Maewo ist eine langgezogene Insel, 56 km lang und durchschnittlich nur 5 km breit.

Segler finden in Asanvari Bay einen sehr geschützten Ankerplatz. Nach einem ersten Begrüssungsgespräch im "Asanvari Yacht Club" erlaubt uns Chief Nelson ein erster Spaziergang durch das Dorf einen Einblick in das Leben der Einheimischen.

Eine Besonderheit dieser Bucht sind die sehr netten und scheuen Einwohner und ein grösserer  Wasserfall, den man direkt mit dem Dinghi erreichen kann. Chief Nelson stellte uns zwei "einheimische Führer" - Junior und Harry - zur Verfügung um den Aufstieg zur Wasserfall durch den Dschungel zu finden.
Junior, unserr kleiner Führer ...
Junior, unserr kleiner Führer ...
Die Asanvari Bay ... Sy "Pura Vida", SY "Gato Go", SY "NatHape"
Die Asanvari Bay ... Sy "Pura Vida", SY "Gato Go", SY "NatHape"
Der untere Teil des Wasserfalles in der Asanvari Bay ...
Der untere Teil des Wasserfalles in der Asanvari Bay ...
Der obere Teil des Wasserfalles in der Asanvari Bay ...
Der obere Teil des Wasserfalles in der Asanvari Bay ...
Jederzeit ergibt sich ein Gespräch ...
Jederzeit ergibt sich ein Gespräch ...
Chief Nelson ...
Chief Nelson ...
Chief Nelsons Sohn "Nixon" mit Kindern bei uns am Schiff ...
Chief Nelsons Sohn "Nixon" mit Kindern bei uns am Schiff ...





2010 - Juli, Malekula-Island



Malekula
ist die zweitgrößte Insel Vanuatus. Im Süden der Insel Awai befindet sich einen Traumankerplatz, idyllisch und sehr geschützt, Südsee pur wie zu Zeiten James Cookes. Mit ihren Auslegerbooten besuchten uns viele Einheimische und wir tauschten Früchte gegen T-Shirts, Fleischdosen, Angelhaken, Kinderbücher, usw. Einige kamen zu uns, um mit uns zu plaudern und Neuigkeiten auszutauschen.

Zurück von ihren Gärten am anderen Ende der Insel ...
Zurück von ihren Gärten am anderen Ende der Insel ...





Der Film über die traditionellen Tänze auf der Insel Malekula wurde uns freundlicherweise von Luc Callebaut der SY "Sloepmouche" zur Verfügung gestellt.

4 grössere Fische in nur 2 Tagen, das nennt man "Petriheil" oder so ähnlich :-)) ...
4 grössere Fische in nur 2 Tagen, das nennt man "Petriheil" oder so ähnlich :-)) ...
Nasseh zeigt uns sein Dorf ...
Nasseh zeigt uns sein Dorf ...
Die Lagune ...
Die Lagune ...
Schüchtern sind sie alle. Das Mädchen fischte den ganzen Tag. Auf das Meer fahren sie mangels grössere Boote nicht ...
Schüchtern sind sie alle. Das Mädchen fischte den ganzen Tag. Auf das Meer fahren sie mangels grössere Boote nicht ...
In der Lagune fischen nur die Frauen ...
In der Lagune fischen nur die Frauen ...
Jeder sucht irgendetwas ... hier sehr wahrscheinlich ein Tintenfisch ...
Jeder sucht irgendetwas ... hier sehr wahrscheinlich ein Tintenfisch ...



Wir segeln in ruhigem Wasser - im Süden von Malekula - zwischen den Riffen hindurch nach Westen. Mehrere kleine Inseln mit vielen Ankermöglichkeiten, einem Paradies für Segler, gruppieren sich um die Südspitze von Malekula. Der Ankerplatz ist eingebettet zwischen Awai Island, dem Riff und Malekula, ein Ankerplatz wie wir ihn lieben, kein Schwell, türkisblaues Wasser und Einheimische, die uns freundlich zuwinken. Wie wir es schon gewohnt sind, kommen als erstes die Kinder mit den Auslegerkanus ans Schiff heran und plaudern mit uns, in Englisch, wie sie es in der Schule gelernt haben. Wir geben allerlei Kleinigkeiten, T-Shirts, Bleistifte und einige Hefte. Mit einem Strahlen im Gesicht ziehen sie weiter, kommen aber mit Früchten für uns zurück. Auf der Insel lebt Nasseh mit seiner Familie. Er lädt uns abends zur Kava-Runde ein.




2010 - Juli, Efate, Port Villa



Die vier besten Damen mit den schönsten Hüten am "Kiwanis Horse Race" in Port Villa: Marcia, Carmen, Nathalie und Liliana. Das "Kiwanis Horse Race" ist die wichtigste Veranstaltung in Port Villa und wird seit rund 18 Jahren einige Tage vor dem Unabhängigkeitstag Vanuatus durchgeführt. Es ist das "Ascott" von Vanuatu, und dementsprechend angezogen laufen ein Teil der Leute auch hier herum :-)). Vom Picknick mit Champagner bis zu den verrücktesten Hüten - alles beinahe wie in England ...




Die besten Damen mit den schönsten Hüten am "Kiwanis Horse Race" in Port Villa, Vanuatu ...
Die besten Damen mit den schönsten Hüten am "Kiwanis Horse Race" in Port Villa, Vanuatu ...
Kiwanis Moto-Cross Race ...
Kiwanis Moto-Cross Race ...
Kiwanis Horse Race ...
Kiwanis Horse Race ...




Die Pferde und ihre Reiter bzw. Reiterinnen sehen vielleicht nicht ganz so aus, wie in Ascott. Dort sehen Pferd und Reiter immer wie aus einem Ei gepellt aus, frisch gewaschen und gebügelt, mit gewichsten Stiefeln, elegante Hosen und Hemden. Hier geht es etwas rustikaler zu. Einige Reiter haben ebenfalls ein glitzerndes Reitdress, doch es gibt auch Jockeys, die in Jeans auf ihrem Pferd sitzen! Und die Pferde sehen noch wie richtige Pferde aus! Nicht so geschniegelt und gebürstet, auf Hochglanz poliert, mit gefochtenen Mähnen und Schwänzen, aufgetakelte, hochgezüchtete Rennmaschinen - nein - hier sehen sie noch richtig normal aus. Zwischen den Durchgängen der verschiedenen Pferderennen gaben Moto-Cross Fahrer ihr Bestes ...