Amel Super Marmu,  #158

Die "NatHape" ist eine Super Maramu der Werft AMEL, hergestellt in La Rochelle, Frankreich. Gebaut wurde sie im Winter 1995/96. Das Schiff hat die Hüllennummer #158.


Baujahr 1996
Länge: 15.8m
Breite: 4.60m
Tiefgang 2.05m


1995 entschieden wir uns, ein Schiff zu kaufen und irgendwann auf die grosse Reise zu gehen. Wir haben einige Ausstellungen besucht und sind dann in Düsseldorf, auf dem Stand der Werft AMEL, fündig geworden. Ein Verkäufer hat uns die Super Maramu gezeigt und wir haben es nach einer Stunde gewusst: das ist unser Schiff. Es ist in jeder Beziehung wie für uns gemacht: zuverlässig, komfortabel und die Super Maramu hat vorzügliche Segeleigenschaften, Wir hatten Glück, dass unser erstes Schiff gleich das "richtige" Schiff für uns war. Der Kauf eines Schiffes ist die eine Sache, die andere sind die Leute, welche es gebaut haben und welche uns nach dem Kauf unterstützen. Mit ihrem ausgezeichneten Service ermöglicht uns die Werft all die schönen Reisen ohne grosse Probleme.

Heute sind wir von diesem Schiff nach wie vor überzeugt und würden sie ohne zu zögern, wieder kaufen. Nach vielen  Seemeilen sind wir sicher, dass uns dieses Schiff bis zum Ende unserer Reise begleiten wird.

Hier finden SIe die Webseite der Werft: www.amel.fr

Juli 2017 - "NatHape" 160 SM vor Rodrigues, nach 18-tägiger Überquerung des indischen Ozeans.
Juni 2017 - NarHape auf dem Weg nach Südafrika. Das Foto wurde beim Sonnenaufgang in Nordwesten von Sumatra aufgenommen.
2016 - NatHape bei schlechtem Wetter in der Railey Beach, Krabi, Thailand
2016 - Traumhafte Landschaft in Phuket, Thailand. Wir fahren beim dem Felsen Ko Yang vorbei. Die Position ist 08.16.027N und 98.29.200E.
2016 - Im Süden von Langkawi, Malaysia. Position 06 11.142N und 099 47.215E.
2015 - Pulau Sembilan, Position 02 30.884 S und 100 31.276 E, Indonesien.
2015 - Insel Arborek. Position 00 33.725S und 130 31.184E, Rajat Ampat, Indonesien.
2015 - Phuket, Thailand
2015 - Danga Bay, Johor Bahru, Malaysia
2015 - Wayag, Raja Ampat, Indonesien
2015 - Kabui Passage in Position 00 25.3527 S und 130 34.3714 E, Rajat Ampat, Indonesien.
2012 - Phuket, Thailand
2012 - Phuket, Thailand
2015 - Pulau Fam, Position 00 38.884S und 130 17.231E, Rajat Ampat, Indonesien.








Modifikationen am Schiff



Schmiernippel an den Segelmotoren
Motor für die Genua
Motor für die Genua
Je einen Schmiernippel für die beiden Motoren für das Grosssegel.
Je einen Schmiernippel für die beiden Motoren für das Grosssegel.


Anbringen von je einem Schmiernippel an den Getrieben der Segelmotoren

Wir haben an jedem der drei Getrieben der Segelmotoren je einen Schmiernippel montiert, um sicherzustellen, dass sich genügend  Fett in den Getrieben befindet.
Die Nippel haben ein 8 mm metrisches Gewinde und sind aus Inox. Das Gehäuse der Getreibe ist dicker, d.h. die Schmiernippel reichen nicht bis zu den Zahnrädern.



Einbau von vier Fenstern


Die Super Maramu von Amel wurde in den 80-er Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts entworfen. Sie ist heute noch eines der schönsten Schiffe und wir dachten, da gäbe es wirklich nicht viel zu verbessern. Weit gefehlt ... als wir die SY "Too Much" von Jean das erste mal in Fiji sahen hatte sie drei Fenster eingebaut. Dasjenige beim Kartentisch fehlte. Wir meinten dann im Spass, dass sein Schiff, mit zwei Fenster links und einem rechts, nicht mehr ganz "symmetrisch" sei. Er segelte nach Neuseeland und baute den Kartentisch um und das vierte Fenster ein. Nach seiner Rückkehr von Neuseeland offerierte er uns, dieselben Änderungen bei uns vorzunehmen. Diese Gelegenheit liessen wir nicht an uns vorbeiziehen und renovierten unser Schiff vor Anker in der Bucht von Au Chalong in Phuket. Die vielen Feinarbeiten - d.h. diejenigen Arbeiten, für welche uns die Maschinen und auch das Fachwissen fehlten, liessen wir von einem Speziallisten ausführen. Bei diesen Arbeiten handelte es sich vor allem um den "letzten Schliff", das heisst die gut sichtbaren Holzarbeiten.

Dadurch, dass es nur Oberlichter gab (ähnlich wie Kellerfenster) fühlte sich die Super Maramu ein wenig "submarine" an, d.h. man hat das Gefühl in einem Unterseeboot sitzen ... das ist natürlich übertrieben. Aber trotzdem, mit den vier Fenstern hat man ein "neues Schiff" mit komplett veränderter Ambiance. Es gibt viel Licht und Luft, gute Aussicht und es unterbricht vor allem die Wände angenehm.

Wichtig ist, dass beim gesamten Umbau die Strukturen des Schiffes nicht verändert wurden. Alle Möbelteile, welche an die Hülle laminiert waren, wurden nicht verändert und dienten später als "Halterung" für die Umbauten. Ebenfalls wurde alles Holz der entfernten Möbel wieder verwertet, denn es war uns unmöglich, die selbe Art von Holz zu finden und zu kaufen.


360-Panorama-Ansicht
360-Panorama-Ansicht
Für 360-Panorama-Ansicht des Einbaus der vier Fenster bitte auf das Bild klicken.



Fenster im Sallon, Backbord
Fenster im Sallon, Backbord
Fenster in der Küche
Fenster in der Küche
Fenster im Salon, Steuerbord
Fenster im Salon, Steuerbord
Fenster Navigation
Fenster Navigation



Stauräume über der Ankerkette
Linker Locker
Linker Locker
Linker Locker
Linker Locker
Rechter Locker
Rechter Locker
Rechter Locker
Rechter Locker


Ausbau beider vorderen Locker über der Ankerkette

Unter den beiden vorderen Stauräumen ist der Raum, in welchem die Ankerkette gelagert wird. Nach all den Jahren unterwegs, mit 1'000-en von Ankermanövern, gab es noch nie ein Problem mit der Ankerkette, da der Stauraum sehr tief liegt und auch gross ist. Trotzdem störte uns, dass  dieser Bereich nur über eine kleine Lucke im Vorschiff zugänglich ist und dass es keine Möglichkeit gibt, diesen Raum zu ventilieren. Das "Dach" der "Räumlichkeiten" der Ankerkette ist gleichzeitig der Boden der darüber liegenden beiden Stauräume. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit vermoderte dieses Dach, resp. der Boden von unten her und wir entschieden uns, alle Probleme ganz einfach und gleichzeitig zu lösen. Wir sägten kurzerhand ein grosses Loch im linken Stauraum und ein kleineres im rechten. Dadurch haben leichten Zugriff zum Bereich der Ankerkette. Ein aufgesetzter doppelter Boden lässt genügend Luft in allen Räumen zirkulieren, sobald die beiden Locker offen sind. Zudem haben wir nun einfachen Zugriff zum Ankerkettenkasten, da der doppelte Holzboden nur aufgelegt ist..

Strukturell wurde am Schiff nichts geändert, da wir alle laminierten Holzteile unangetastet liessen und durch 4 Layer GFK verstärkten.



Solaranlage mit 420W


Der idealste Zeitpunkt um Elektrizität zu produzieren ist dann, wenn man sie braucht
. Die überschüssige Energie wird in die Batterien gespeichert. Die Solarpanels erfüllen dies zu 100%. Der u.M.n. am uneffizienteste Weg um Strom zu produzieren ist, die Batterien mittels Generator zu füllen, um nachher die darin gespeicherten Amperes zu konsumieren.

Wir haben die Solarzellen dort montiert, wo sie uns am wenigsten stören. 240 Watt über dem Bimini und 180 Watt achtern Backbord. Die Panels über dem Dach sind praktisch unsichtbar und die hintern stören uns nicht. Die Badeleiter und die Dinghi-Anlaufstelle sind Steuerbord, daher wollen wir dort keine Panele.

Wir wissen, dass die Solarpanels betreffend Sonnenein­strahlung nicht optimal installiert sind. Aber die Praxis hat bewiesen, dass die 420 Watt ausreichen, um unseren täglichen Bedarf vollständig zu decken. Der Generator wird nur noch eingestellt, wenn wir den Wassermacher oder die Waschmaschine benutzen. Durch den installierten MPPT Kontroller laden wir selbst bei bedecktem Himmel 5-7 Amps. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Panels mit 24 Volt betrieben sind, d.h. man braucht nicht 2 x 12 Volt Panels miteinander zu einem logischen Panel zu verbinden.



Traveler


Wir haben den Traveler umgebaut, nach dem Vorbild der Amel 54, dem Nachfolgemodel der Amel Super Maramu. Mit dieser Winch verschiebt sich der Traveler sehr leicht und einfach.
Um den Traveler zu verschieben verwenden wir eine Tender Winch von Andersen..



Bimini oder Sonnendach
Cockpit-Dach ...
Cockpit-Dach ...
Befestigung der Enden an dem Rigg
Befestigung der Enden an dem Rigg
Befestigung des Dachs am hinteren Mast ....
Befestigung des Dachs am hinteren Mast ....


Die Super Maramu bis zum Jahre 2000 hatte ein kleines kurzes Sonnendach. Dieses war unserer Meinung nach völlig unbrauchbar und Amel spendierte für das Modell 2000 ein grösseres Dach, welches wir ebenfalls nachträglich montierten. Wir haben zudem vorne zwei Fenster eingebaut, welche wir öffnen können. Der Grund dieser Fenster war nicht die Sicht, sondern die Belüftung. Dadurch erhalten wir ein angenehmes Klima, auch wenn die Seitenwände montiert sind. Die von Amel gelieferte Verlängerung, welche beim Segeln nicht benutzt werden kann, hat uns ebenfalls nicht gefallen. Wir haben eine Stange zwischen dem Rigg und hinter dem Besang-Mast montiert und die Dachverlängerung bis dorthin gezogen. Damit brauchen wir für die Reisen nichts zu demontieren und können alles lassen wie es ist. Zudem ist die Verlängerung höher und man braucht sich weniger zu Bücken, um in das Cockpit zu gelangen.



Powerball von WASI
Wasi-Power-Ball Ankerschäckel
Wasi-Power-Ball Ankerschäckel


Modifizierter Wasi-Power-Ball
(Verbindungsschäkel zwischen Kette und Anker)

Der Wasi-Power-Ball hat ein grosses Problem, weil der Bolzen mit zu kurzem Gewinde von einer viel zu kleinen Sicherungsschraube vor dem ungewollten Öffnen gehindert wird. Die Sicherungsschraube arbeitet sich relativ schnell ab und nach einiger Zeit löst sich der Bolzen. Trennt sich die Kette vom Anker, ist dies sicher der "Super-Gau" für jeden Segler.

"Liyods Germany" prüfte diesen sehr teuren Schäkel und man denkt sich dann logischer Weise, etwas "Sicheres" und qualitativ Einwandfreies gekauft zu haben. Genau das Gegenteil ist der Fall. So wie er gekauft wird, ist der Wasi-Power-Ball eine Fehlkonstruktion. Es darf schlichtweg nicht sein, dass sich das Verbindungsstück zwischen Anker und Kette löst.

Ansonsten finden wir diesen "Ankerschäkel" eigentlich gut, also modifizierten wir diesen so, dass er uns passt und wir uns sicher fühlen. Wir haben anstelle des Bolzen eine 19-er Schraube verwendet, wobei wir im Wasi-Power-Ball selbst ein Gewinde ein fräsen liessen. So werden die beiden Schrauben in den Wasi-Power-Ball gedreht und dann wird zur Sicherung dieser eine "sich nicht öffnende" Mutter mit Nylon-Einlage aufgeschraubt.

Wir haben seit dieser Änderung bis jetzt 100-e von Ankermanöver gefahren und waren vor Anker in sehr starken Winden um die 40 Kn mit entsprechender Belastung für den Anker. Die Schrauben halten der starken Belastung stand und sie mussten bis heute noch nie nachgezogen werden. Versenkte Schrauben wären zwar eleganter, aber hier gilt natürlich "Sicherheit vor Schönheit".

Die Kontrolle des Bolzens ist bei dieser Lösung sehr einfach, denn man sieht es an der Mutter, ob sich der Bolzen gelöst hat oder nicht.

Auszug aus einem Bericht von Nautic-Test:
Bereits in der ersten Saison nach der Durchquerung der Ägäis auf Astipalaya schob ich den ebenfalls von WASI gelieferten Bügelanker aus der Halterung, als dieser ohne dass mir auch nur eine Möglichkeit zum Eingreifen blieb sich von der Kette löste und in den Tiefen des Meeres versank. Der Verbindungsbolzen zur Kette hatte sich ganz einfach gelöst.

Nun erst einmal hört sich das wenig spektakulär an. Mir ist jedoch der kalte Schweiß ausgebrochen und ich war so fassungslos, das mir die Hände zitterten. Die Nacht zuvor hatte ich bei Böen mit bis zu 35 Knoten an einem relativ ungeschütztem Platz verbringen müssen. Ich war alleine unterwegs und hatte einfach keine Möglichkeit mehr einen besseren Ankerplatz zu erreichen, ohne nochmals eine komplette Nacht durchzuwachen.

Die Nacht habe ich im Cockpit verbracht ständig in der Angst, aufgrund der Enge der Bucht auf die nur wenige Meter entfernten Felsen aufzulaufen. Hätte sich der Bolzen in der Nacht zuvor gelöst hätte das zu 100% den Verlust des Schiffes bedeutet, siehe hier.



2 x 10 Lt. Gas
Gas 2 mal 10 Lt.
Gas 2 mal 10 Lt.


Umbau von 2 x 2.5 kg Camping-Gas zu 2 x 10 kg Gas

Wir haben die Kapazität der Gasflaschen auf 2 mal 10 kg erhöht. Aus Gründen der Sicherheit würde ebenfalls ein Magnetverschluss direkt an der Gasflasche montiert. Dieser Verschluss war leider bei unserem Schiff nicht als Standard montiert.



Treppenbeleuchtung
Treppenbeleuchtung
Treppenbeleuchtung
Wasserbeleuchtung, angebracht unter dem Fender.
Wasserbeleuchtung, angebracht unter dem Fender.


Zwei LED beleuchten unsere Treppe. Hier können Sie sehen, welcher Typ "Stufenleuchte" der Firma Hella eingebaut wurde. Wir verwendeten das Modell mit verchromter Kappe, Nr. 2JA 998 560-001. Zum Ein- und Ausschalten benutzten wir einen der neuen Schalter im Niedergang. Mit einem separaten Schalter kann die Wasserbeleuchtung eingeschaltet werden. Es kam ebenfalls eine LED-Leuchte von Hellas zum Einsatz.



Auspuffverlängerung
Verlängerung Auspuff ...
Verlängerung Auspuff ...


Kleine Änderung, grosse Auswirkung. Durch diese Modifikation ist sicher 90% der Russ-Ablagerungen der Auspuff-Rückstände an der Schiffshülle beseitigt. Es ist schon frustrierend, wenn die Hülle frisch poliert ist und man nach einer 3-stündigen Fahrt unter Motor wieder mit Putzen beginnen kann. Dieses Thema hat sich mit dieser Modifikation erledigt.



Verstärkung Motorhalterung Genua


Die Halterung auf dem Bild hält den schweren Elektromotor, die etwa 20m lange Aluminium-Stange und das schwere Genua-Segel in der gewünschten Position. Die Originalhalterung verbog sich, da sie zu klein dimensioniert, für das zu tragende Gewicht, war. Als Lösung haben wir links und rechts eine 2 cm breite und 3 mm dicke Inoxleiste anschweissen lassen und erhalten dadurch ein "T-Profil", welches sich nie mehr Durchbiegen sollte.



Feuerlöscher
Holon-Feuerlöscher
Holon-Feuerlöscher


Feuerlöscher Halon und Co2

Wir haben alle unsere defekten und zeitlich abgelaufenen Feuerlöscher ersetzt und das Konzept geändert. Im Motorraum montierten wir einen automatischen, "Second-Hand" gekauften Halon-Feuerlöscher mit 3 Kg Inhalt. Ausserhalb des Motorraums kamen zwei 6 Kg Co2 Feuerlöscher zum Einsatz, der eine davon ist ebenfalls für den Motorraum und der andere wird verwendet, wenn es sonst irgendwo brennen würde. Halon und Co2 löschen das Feuer durch den kompletten Entzug des Sauerstoffes aus der Luft. Halon ist idealer, weil es etwa 3 mal weniger Volumen braucht als bei Co2, aber leider kann man aus Umweltschutz­gründen diese Feuerlöscher heute nicht mehr neu kaufen. Wie auch immer, im Motorraum gibt es für uns keine andere Lösung und wir glauben, dass 3 Kg. Halongas weniger schädlich ist, als wenn ein 16 Meter GFK-Schiff sich samt Inhalt in Rauch auflöst ...



B & G ersetzt durch Raymarine
B & G erstzt mit Raymarine ...
B & G erstzt mit Raymarine ...


B & G
ersetzt durch Raymarine

Nach mehreren Ausfällen und teilweise teuren Reparaturversuchen haben wir die B&G Geräte komplett entsorgt und alle mit solchen von Raymarine (C60 Serie + ST-7000 für die beiden Autopiloten) ersetzt. Seit 2008 läuft das ganze System ohne jegliche Panne und vor allem sind alle Schnittstellen aktiviert. So können wir per Autopilot ebenfalls nach Wind oder zu Wegpunkten segeln und wir sehen z.B. die Wegpunkte auf dem Radar. Die installierte Kombination von Amel, Fururno-GPS und Radar, Raymarine Autopilot und B&G für Wind, Geschwindigkeit und Echolot möchten wir nicht mehr auf unserem Schiff haben: zu kompliziert, zu teuer und nichts passt zusammen. Die Installation der neuen Geräte kostete uns weniger, als die kläglich gescheiterten Versuche, das B&G System zum Laufen zu bringen.

Den elektronischen Kettenzähler haben wir entsorgt. Er war zu teuer und das Gerät ist bereits zweimal ausgefallen. Es ist viel praktischer und einfacher, die Kettenglieder mit Plastikklips bei den wichtigen Kettenlängen (30, 40, 50 und 80 m) zu markieren.



150 Lt. Wassermacher
Wassermacher 150 LT/Std.
Wassermacher 150 LT/Std.


Wassermacher mit 150 Lt/h - ersetzt defekten Wassermacher mit 40 Lt/h

Wasser und Elektrizität im "Überfluss" bestimmen den Komfort und vor allem die Unabhängigkeit des Schiffes von den Yacht-Marinas. Wir sind nur in einer Marina anzutreffen, wenn wir irgend eine Arbeit zu erledigen haben, welche vor Anker nicht durchführbar ist - man kann z.B. sehr wohl 4 Fenster vor Anker in das Schiff einbauen -, oder wir stellen das Schiff aus Gründen der Sicherheit in eine Marina, wenn wir in die Schweiz fliegen oder sonst wo eine Landreise unternehmen.

150 Lt. Wasser per Std. scheint viel zu sein. Um den Wassermacher zu benutzen brauchen wir den Generator. Wenn dieser läuft, wird ebenfalls die Waschmaschine (50 Lt. Verbrauch pro Waschgang) benutzt, d.h. um den Tank von 1'000 Lt. zu füllen, brauchen wir mindestens 6 - 7 Stunden und wenn man das so berechnet, hätten wir auch nichts gegen einen 300 Lt. Wassermacher (geht aber nicht, weil kein Platz vorhanden ist). Der Rede kurzer Sinn, je mehr Wasser desto besser. Es ist auch toll, wenn das Schiff nach einer längeren Fahrt dann am Ankerplatz vom Salz befreit wird. Man trägt dann nicht das ganze Salz an den Füssen ins Bett und es schläft sich so sicher besser.



Druckwasserpumpe
Druckwasserpumpe "Flow Jet"
Druckwasserpumpe "Flow Jet"


Druckwasserpumpe gegen billige Flojet getauscht

Die sehr teure, eingebaute Druckwasserpumpe war ein anfälliges Teil auf unserem Schiff. Nach all den Ausfällen haben wir es mit es mit einer spott-billigen Flojet-Pumpe versucht und gedacht, wir kaufen gleich drei davon. Seit dem Einbau im Jahre 2005 (wir haben jetzt das Jahr 2013) läuft diese Pumpe völlig problemlos und die zwei auf Reserve gekauften fahren, irgendwo verstaut, mit uns um die Welt.  Fazit: Teuer muss nicht unbedingt besser sein :-)) ...



Wellengenerator
Wellengenerator ...
Wellengenerator ...


Wellengenerator

Der von Amel montierte Wellengenerator (Low RPM-Lichtmaschine) ist ausserordentlich leistungsfähig und er deckt den gesamten Strombedarf beim Segeln ab 4-5 Kn. vollständig ab. Damit er rund und gleichmässig dreht ist bei uns der fixe Propeller montiert. Dieses System wollen wir bei nächster Gelegenheit ändern und wieder den Autoprop (Faltpropeller) installieren. Haben wir von den Solarzellen genügend Strom, dann kann der Wellengenerator durch blockieren der Schraube abgestellt werden und das Schiff segelt ohne Geschwindigkeitsverlust, welcher durch den fixen Propeller verursacht wird. Der Verlust beträgt ~ zwischen 0.5 und 0.75 Kn.



Windgenerator Air X
Windgenerator Air-X
Windgenerator Air-X


Windgenerator Air X

Unser Windgenerator ist auf dem Besang-Mast montiert und funktioniert einwandfrei. Trotzdem würden wir heute keinen Windgenerator mehr installieren, denn die Stromausbeute ist zu klein. Hat man nicht permanent 10-20 Kn. Wind am Ankerplatz, bringt er nichts oder sehr wenig. Die Solarzellen sind der grosse Stromlieferant, und zwar leise und diskret. Fällt unser Windgenerator aus, wird er nicht mehr ersetzt.



Spade Anker
Spade-Anker .....
Spade-Anker .....


Spade-Anker + 85m Kette - Inox 1.4401/AISI 316 (Duplex)

Wir haben den original montierten CQR-Anker durch einen Spade-Anker ersetzt. Der CQR grub sich sehr schlecht in den Sand ein und mit der Zeit verloren wir das Vertrauen in den original Anker von Amel. Am Ankergeschirr (Kette, Schäkel und Anker) zu sparen ist keine gute Idee. So ersetzten wir die Kette, den Schäkel und den Anker.

Karsten Funke meint:
Es gibt unter den vielen unterschiedlichen Ankerformen auch einige wenige gute. Aber der SPADE Anker übertrifft diese mit seiner exorbitanten Haltekraft noch erheblich. Die Spaten-Schaufel-Form mit der meisselförmigen Spitze ist einfach ein Meisterstück der Ankergeometrie, wie auch die Vielzahl amerikanischer Tests beweist Originaltext hier)
Schäkel: Wasi-Ball. Wir sind damit nicht zufrieden, weil sich die Schraube, welche den Anker hält, löst. Der Sicherheitsstift ist viel zu klein dimensioniert und wird mit der Zeit "verbraucht". Wir prüfen die Schraube bei jedem Ankermanöver und suchen eine andere Lösung (Testbericht hier).

Kette: 85m Inox 1.4401/AISI 316 (Duplex) 10mm
Wir haben die Kette seit dem Jahr 2002 im harten Gebrauch und sind damit sehr zufrieden. Auch nach all den Jahren ist sie immer noch in einwandfreiem Zustand. Uns kamen auch andere 316-er Ketten zu Gesicht, bei welchen die Schweisstellen der Kettenglieder aussahen wir ein von Karies befallener Zahn. Wir glauben, dass unsere Kette von Wasi eine der letzten in Deutschland hergestellten ist. Nachher kamen sie in minderer Qualität aus China.



Zweiter Autopilot
Zweiter Autopilot ...
Zweiter Autopilot ...


Zweiter Autopilot Raymarine

Ein Autopilot ist gleichzusetzen mit dem 3. Crewmitglied. Fällt dieser bei einer längeren Überquerung aus, gibt es grössere Probleme. Es ist einfach unmöglich, 24 Stunden am Tag ein Schiff präzise zu steuern. So haben wir uns entschlossen, eine komplette zweite Anlage zu installieren, welche mittels Lineardrive direkt das Ruder bedient.



Hydraulische Gangway
Hydraulische Gangway
Hydraulische Gangway


Hydraulische Gangway

Eine Gangway ermöglicht in einem Hafen das bequeme Ein- und Aussteigen. Zudem ist sie so lang, dass das Schiff genügend Abstand zum Quai hat, damit es bei starken Winden von vorne nicht in die Hafenmauer gedrückt wird. Alles in allem finden wir eine hydraulische Gangway eine tolle Sache ... wenn man sie brauchen kann. Bei unseren Reisen befinden wir uns nur ausnahmsweise in einer Marina und somit ist die Gangway ein mehr oder weniger überflüssiges Zubehör! Ist das Mittelmeer das Segelrevier des Schiffes, mag es anders aussehen, denn dort hält man sich bedeutend mehr in Marinas auf.



Neuplatzierung diverser Schalter
Neue Lichtschalter ...
Neue Lichtschalter ...


Neuplatzierung diverser Schalter

In der Super Maramu (nicht im Modell 2000) sind die Schalter für das Ankerlicht, die Deckbeleuchtung, die Positionsleuchten unten und oben und das Dampferlicht im Vorschiff untergebracht. Das ist sicher nicht der "originellste" Ort für diese Schalter. Benötigt man z.B. nachts die Deckbeleuchtung, dann sollte es schnell gehen, ohne dass man sich ins Vorschiff und zurück bewegen muss. Aus diesem Grunde haben mehr als 100m Kabel verlegt und all diese Schalter im Eingang montiert. Zusätzliche Schalter für die Cockpit-Beleuchtung, die Beleuchtung für die Treppe hinten und das Licht für den Anker sind ebenfalls dort angebracht, Ebenfalls können wir die beiden Fenster im Salon von hier per Schalter anzünden, was sehr praktisch ist, wenn wir nachts das Schiff betreten.



Forward Sonar Echopilot
Forward Sonar Echopilot
Forward Sonar Echopilot


Forward Sonar Echopilot

Das normale Echolot zeigt die Tiefe gerade unter dem Kiel. Das ist der aller letzte Moment, an dem diese Zahl noch interessiert. Viel interessanter ist die Angabe der Tiefe vor dem Schiff. Mit dem vorausschauenden Echolot sehen wir den Grund 40-100m vor dem Bug, je nach Geschwindigkeit. Schwierige Durchfahrten oder viele Anker-Manöver sind mit diesem Gerät wesentlich einfacher als ohne.



Wasserlinie
Wasserlinie ...
Wasserlinie ...


Wasserlinie

Wir haben die Wasserline höher gezogen, weil diese u.M.n. bei allen Super Maramus hinten viel zu tief ist. Weil sich darum auf der Hülle Muscheln und Algen ansetzen, muss das Schiff viele Male geputzt werden. Durch diese Änderung haben wir Ruhe und vor allem viel weniger Arbeit. Das Antifouling ist nun mindestens 10 cm über der Wasserline.




Rakor Diesel-Vorfilter
Rakor-Vorfilter
Rakor-Vorfilter


Rakor-Diesel- Vorfilter

Unser Schiff wurde ohne Diesel-Vorfilter geliefert. Wir liessen ihn nachträglich von der Werft einbauen. Beim Tanken filtern wir konsequent den Diesel mit einem Bacha-Filter. Bis heute hatten wir nie Problem mit dem Treibstoff. Ich muss aber dazu erwähnen, dass wir nie aus zweifelhafter Quelle Diesel kaufen würden. Im Zweifelsfalle bevorzugen wir eine Autotankstelle und nehmen die Arbeit in kauf (eine Tankkapazität von 650 Lt. mit 20 Lt. Kanistern zu füllen ist harte Arbeit).



Ersetzen des Original-Fenders
Mulde erstellen
Mulde erstellen
C:\Users\Hanspeter\Documents\WYSIWYG Web Builder\NatHape\ModifikationFender (3).jpg
Präsentation neuer Fender
Präsentation neuer Fender
Roland stellt mit dem alten Fender eine Mulde her und kreiert mit dieser den neuen Fender.
Neuer Fender
Neuer Fender
Das kleine Loch in der Mitte ist die Röhre, in welcher wir ein elektrisches Kabel für de Beleuchtung einziehen wollen.
Montage-Vorbereitung
Montage-Vorbereitung
Roland bereitet die Montage des "Fenders" vor.
Gummipuffer anbringen
Gummipuffer anbringen
Zur Montage gehören die an der Unterseite angebrachten Hartgummis. Diese verhindern, dass beim Treten auf den Fender dieser nach unten gedrückt wird.
Montierter, neuer Fender
Montierter, neuer Fender
Der Fender ist fertig montiert und sieht absolut toll aus.


Ersetzen des Original-Fenders mit einer GFK-Kopie


Der Original-Fender hinten ist ein "unglückliches" Teil am Schiff. Erstens gibt es kurze Zeit nach dem Einbau Risse in der Farbe oder im Gummi. Zweitens zerstört die Sonne die Farbe. Drittens ist die Funktion als Puffer völlig unnötig, da wir nie retour gegen eine Mauer oder sonst etwas hartes fahren.

Der Fender ist ja nicht gerade billig und so wie wir gehört haben, wird er nicht mehr hergestellt. Seit einiger Zeit suchen wir nach einer kostengünstigen Lösung und diese haben wir in Bonbonon gefunden. Wir haben Roland zugeschaut, wie er arbeitet und ihm einen Auftrag gegeben (siehe Ankerkasten). Wir waren dermassen  zufrieden, dass wir ihn fragten, ob er uns eine Kopie des Fenders aus GFK herstellen kann. Wir gaben ihm viel Zeit und er lieferte eine 100%-ige Kopie des Original-Fenders von Amel.

Der Fender muss garantiert nie mehr an unserem Schiff ersetzt werden. Zudem haben wir eine kleine Röhre eingebaut, in welchem wir das Kabel für die Beleuchtung ziehen können. Eine Lampe kostet ja nichts im Verhältnis zu deren Wirkung. Wenn im hinteren Teil zusätzlich zu den zwei Treppenstufen noch das Wasser beleuchtet wird, ist das sicher eine tolle Sache für das Auge. Die Lampe kaufen wir bei Hellas in der Schweiz. Die Kabel im Schiff haben wir bereits mit der Änderung der Schalter im Niedergang verlegt.

Wir finden es grossartig, dass die Philippinen hier Tambobo tolle Arbeit liefern und wir Ihnen kleine Aufträge geben können. So ist uns und ihnen geholfen.

Wenn jemand eine Kopie des Amel-Fenders aus GFK bei Roland bestellen will, kann man folgende e-Mail Adresse zur Kontakaufnahme benutzen: rolanddel.palallos(at)gmail.com.