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🐧 Punta Arenas: Vorposten zur Antarktis
Im Dezember 2006 erreichten wir mit dem Bus von El Calafate kommend die berühmte Magellanstraße und damit Punta Arenas. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 6° C ist die Stadt nicht gerade ein Ort, der zum Baden einlädt. Punta Arenas ist die Hauptstadt der chilenischen XII. Region (Magallanes y de la Antártica Chilena) und mit rund 120.000 Einwohnern die größte Stadt im chilenischen Südpatagonien.
Obwohl hier kalendarisch gerade der Sommer begonnen hatte, trugen alle noch ihre Wintermäntel – ein klares Zeichen dafür, dass wir der Antarktis immer näher kamen. Punta Arenas war vor Ushuaia die vorletzte Station unserer Reise in den tiefsten Süden.
Die Pinguinkolonie auf der Isla Magdalena
Ein absolutes Highlight war der Besuch der Isla Magdalena (Monumento Natural Los Pingüinos), die etwa 30 km nordöstlich von Punta Arenas inmitten der Magellanstraße liegt. Die 85 Hektar große Insel ist ein Naturschutzreservat für rund 120.000 Magellan-Pinguine, die jedes Jahr im September hierher zurückkehren, um ihre Nester zu bauen.
Das Treiben auf der Insel folgt einem faszinierenden Rhythmus:
Die kleinen „Pingis“ sind erstaunlich zutraulich und neugierig. Der Magellan-Pinguin gehört zur Gattung der Brillenpinguine, ist schwarz-weiß gefärbt und erreicht eine Größe von bis zu 76 cm bei einem Gewicht von ca. 4,5 kg. Interessanterweise fressen die Weibchen vor der Eiablage vermehrt Muschelschalen, um das benötigte Kalzium für die Eierschalen aufzubauen, die etwa doppelt so groß wie Hühnereier sind. Da sie im Vergleich zu anderen Arten ein weniger dichtes Gefieder und eine dünnere Fettschicht haben, ziehen sie im Winter konsequent in wärmere Gewässer.