2008.04 - Polynesien
 
 

2008 - April, Raiatea

✈️ Der große Abschied: Von Europa nach Raiatea und das nächste Abenteuer

Nach einer wahrhaft epischen Reise, die uns von Europa über pulsierende Metropolen wie Kuala Lumpur, Singapur und das sonnige Sydney zurück nach Raiatea in Französisch Polynesien geführt hat, neigt sich ein großes Kapitel dem Ende zu.

Zwei wundervolle Jahre durften wir die azurblauen Lagunen und die faszinierende Kultur dieser Inselwelt genießen. Doch das Visum, unsere Eintrittskarte in dieses Paradies, läuft ab – und das ist das untrügliche Zeichen für den Aufbruch zu neuen Ufern!

Mit einer Mischung aus Wehmut und unbändiger Vorfreude lassen wir die Gesellschaftsinseln hinter uns. Der Bug unseres Schiffes zeigt nun Richtung Westen, wo die nächste Etappe unserer Segelreise wartet. Wir freuen uns auf eine spannende Route: Sie führt uns über das unbewohnte Juwel Suwarrow und den "Felsen des Pazifiks", Niue, weiter zu den Inseln von American- und Western Samoa und schließlich über Tonga bis zu den legendären Fidschi-Inseln. Der Pazifik ruft, und wir folgen seinem Ruf mit vollen Segeln!

 

Raiatea
, die oft als die heilige Insel Polynesiens bezeichnet wird, mag zwar keine klassischen, weitläufigen Sandstrände ihr Eigen nennen. Aber keine Sorge, hier kommt der besondere Clou: Sie teilt sich ein wunderschönes, großes Korallenriff mit ihrer charmanten Schwesterinsel Tahaa.

Die wahren Schätze für Sonnenanbeter und Wasserratten liegen auf den vielen kleinen Inselchen (Motus), die vor der Küste Raiateas und rund um Tahaa verstreut sind. Dort warten die himmlischsten Sandstrände auf uns, eingebettet in das vielleicht fischreichste Gebiet der Welt!

Wir werden als Schnorchler verwöhnt wie selten zuvor, denn die Unterwasserwelt hier ist einfach atemberaubend und verspricht eine unvergleichliche Farbenpracht. Wir nutzen diese Gelegenheit natürlich weidlich aus!

Oben im Video: Ein spannender Moment am Riff! Michel von der SY "TivaUdi" hat uns einen echten Trick gezeigt: Er bringt eine Moräne dazu, ihr sicheres Versteck zu verlassen, indem er ihr mit einem Stab auf den Kopf klopft. Aber keine Sorge, der Moräne geschieht dabei nichts. Eine eindrucksvolle Demonstration der lokalen Interaktion mit der Unterwasserwelt.


Erinnerungsbider von Raiatea ...
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2008 - April, Bora Bora

Bora Bora: Vom Paradiesblick zur Realität – Faszination zwischen Licht und Dunkelheit

Der klangvolle Name Bora Bora soll angeblich die Bedeutung "Vom Dunkeln zum Licht" tragen. Ob dieser poetische Name, den wir im weiten Netz gefunden haben, historisch korrekt ist, sei dahingestellt – es ist auf jeden Fall ein schöner Gedanke, dass zwei identische Wörter solch eine tiefgründige Bedeutung in sich bergen.

Unbestreitbar ist jedoch, dass Bora Bora mit Fug und Recht als eine der schönsten Inseln der Welt gilt. Allein der Anblick vom Meer aus ist ein Spektakel: Die majestätische Silhouette des Mont Otemanu ragt dramatisch in den Himmel, umgeben von dem berühmten, türkisfarbenen Riff. Dieser Anblick vom Schiff aus ist schlichtweg unübertroffen und vermittelt das pure Gefühl, im absoluten Paradies angekommen zu sein.

Man muss allerdings zugeben, dass die Idylle an Land etwas vom Zauber verlieren kann. Doch wir sind Segler, und für uns zählt in erster Linie das Panorama vom Wasser aus. Und dieses Postkartenmotiv, das uns jeden Morgen begrüßt, lässt uns alle kleinen Unvollkommenheiten des Insellebens sofort vergessen. Ein wahrhaft unvergesslicher Abschied von Französisch Polynesien!

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Gipfelsturm am Mont Otemanu: Eine Kletterpartie der besonderen Art

Da stand er vor uns: Der Mont Otemanu, das imposante Wahrzeichen von Bora Bora. In einer entschlossenen kleinen Gruppe machten wir uns auf den Weg, um diesen legendären Gipfel zu bezwingen. Was wir fanden, war allerdings keine gemütliche Wanderung, sondern eine echte Herausforderung, die uns an die Grenzen unserer körperlichen Leistungsfähigkeit brachte!

Es scheint, als sei die einheimische Bevölkerung in Bezug auf "Wanderkultur" sehr entspannt – oder einfach klüger als wir Touristen! Einen ausgetretenen Wanderweg suchten wir nämlich vergebens. Stattdessen hieß es: Klettern! Wir kämpften uns durch Bachtobel und kraxelten die bewachsenen, steilen Abhänge direkt hinauf, den Gipfel fest im Blick. Und das alles bei voller, unerbittlicher Sonneneinstrahlung.

Doch trotz der schweißtreibenden Strapazen und der mangelnden Pfade, die uns das Gefühl gaben, Pioniere im eigenen Urlaub zu sein: Wir haben es geschafft! Oben angekommen wurden wir fürstlich belohnt. Der atemberaubende Ausblick über das türkisfarbene Meer und die umliegenden Riffe war jeden Tropfen Schweiß wert. Ein unvergesslicher Moment, der uns einmal mehr bewies, wie fantastisch die Welt von oben aussieht.


Erinnerungsbider von Bora Bora ...
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👋 Adieu, Französisch Polynesien: Aufbruch zu neuen Horizonten

Nach über zwei erfüllten Jahren im Bann der Südsee heißt es nun endgültig Abschied nehmen von Französisch Polynesien. Mit einem letzten, wehmütigen Blick auf die majestätische Silhouette von Bora Bora haben wir die Leinen losgemacht. Unser neues Ziel: Suwarrow in den Cook-Inseln!

Das Wetter zeigt sich nicht von seiner besten Seite, aber der Zeitpunkt für den Aufbruch ist zwingend. Unser Visum läuft in den kommenden Tagen ab und eine weitere Verlängerung ist leider nicht möglich. Manchmal ruft die Bürokratie eben lauter als die Sonne!

Französisch Polynesien hat uns außerordentlich -gut gefallen und wird für immer einen besonderen Platz in unseren Herzen behalten. Dieses riesige, facettenreiche Gebiet – von den wilden Marquesas-Inseln über die flachen, paradiesischen Tuamotu-Atolle bis hin zu den weltberühmten Gesellschaftsinseln – bietet eine schier unerschöpfliche Fülle an Naturschönheit. Es war ein Fest für die Augen und eine wunderbare Zeit, die wir in vollen Zügen genossen haben.

Nun warten die unendlichen Weiten des Pazifiks und die nächsten spannenden Inseln auf uns!

Bye Bye Franzöisch Polynesien ... Hello Suwarrow 🌴🥥🌞⛱️