2007.07 - Polynesien
 
 

2007 - Juli, Raiatea

Ein bürokratischer Windstille-Moment in Raiatea

Nach unserer Rückkehr von Penrhyn auf den Cook-Inseln wiegten wir uns in der wunderbaren Gewissheit, dass unsere Zeit in Französisch-Polynesien unter einem glücklichen Stern stünde. Immerhin hielten wir ein offizielles Dokument der französischen Zollbehörden in den Händen, das uns schwarz auf weiß bestätigte, dass die Fristen für die Zollformalitäten mit dem Anlaufen eines ausländischen Hafens ganz einfach wieder von vorn beginnen. Doch wie das Leben – und die Bürokratie – manchmal so spielt, sorgte eine Routinekontrolle im Hafen von Raiatea nur zwei Tage nach unserer Ankunft für ein jähes Erwachen. Mit charmantem, aber bestimmtem Lächeln erklärte man uns, dass das Dokument der eigenen Behörde leider fehlerhaft sei. Die Konsequenz klang weniger nach Südsee-Träumerei: Entweder wir würden das Gebiet bis zum 15. September verlassen, oder wir müssten unser Schiff „papeetisieren“. Letzteres ist ein klangvoller Begriff für die wenig klangvolle Pflicht, zwischen 20 und 40 Prozent des Zeitwertes der "NatHape" als Steuer zu entrichten.


🤝 Von Paragraphen und helfenden Händen

Natürlich ließen wir das nicht so einfach auf uns sitzen, schließlich waren wir im Vertrauen auf die behördliche Auskunft gute 1.800 Seemeilen gesegelt. Unser Einspruch war so fundiert wie unsere Hoffnung groß, zumindest bis zum April des nächsten Jahres bleiben zu dürfen. Es folgten Wochen des geduldigen Wartens, bis Nathalie schließlich telefonisch die wenig erfreuliche Nachricht eines negativen Entscheids erhielt. Wer uns kennt, weiß jedoch, dass wir so schnell nicht aufgeben, und so kündigten wir kurzerhand den Rechtsweg an – Zeit hatten wir ja glücklicherweise. Gleichzeitig nutzten wir einen Joker in Form eines guten Freundes, der im öffentlichen Leben der Inseln bestens vernetzt ist. Ab diesem Moment entwickelte die polynesische Verwaltung eine fast schon olympische Geschwindigkeit: Nur eine halbe Stunde nach dem Telefonat bat uns eine Sekretärin des Zolls um die Unterlagen, und kaum sechzig Minuten später flatterte die positive Nachricht ins Haus. Es bestätigt sich doch immer wieder die alte Weisheit, dass gute Freunde das Leben nicht nur schöner, sondern auch erheblich unkomplizierter machen.


📜 Wissenswertes für die Segler-Community

Für alle Segelfreunde, die ähnliche Pläne schmieden, gibt es eine wichtige Lektion im Paragraphen-Dschungel: Französisch-Polynesien erlaubt es Yachten, innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren insgesamt ein Jahr genutzt zu werden, während das Schiff im zweiten Jahr ruhen muss. Diese Zweijahresfrist orientiert sich fest an Kalenderdaten. Wer also beispielsweise Mitte April einreist, muss exakt zwei Jahre später wieder Segel setzen. Das Schöne daran ist, dass man nach Ablauf dieser Frist theoretisch sofort wieder neu einreisen kann, womit das Spiel von vorn beginnt. Etwas kniffliger ist die Sache mit dem persönlichen Visum, denn hier wird streng unterschieden: Während unsere französischen Segelfreunde unbegrenztes Bleiberecht genießen und EU-Bürger ihr Visum auf ein Jahr verlängern können, müssen wir Schweizer uns – genau wie alle anderen Nicht-EU-Bürger – nach drei Monaten meist schweren Herzens verabschieden.


🏝️ Kurs auf neue Horizonte

Trotz dieser kleinen Abenteuer bleibt Französisch-Polynesien ein Revier, das in seiner gewaltigen Ausdehnung an die Größe Europas heranreicht und Seglerherzen weltweit höherschlagen lässt. Ursprünglich träumten wir von einer Rückkehr zu den einsamen Tuamotu-Atollen, doch die Zeit verfliegt in diesem Paradies einfach zu schnell. Stattdessen genießen wir das Nomadenleben zwischen den Gesellschaftsinseln. Ob Tahiti, Moorea, Huahine oder das legendäre Bora Bora – die leuchtenden Riffe und die traumhaften Ankerplätze bieten eigentlich genug Stoff für ein ganzes Leben unter Segeln. Aber keine Sorge, das Fernweh bleibt unser treuer Begleiter: Nach unserer geplanten Europareise werden wir im nächsten Jahr Kurs auf Niue, Samoa, Tonga und Fidschi nehmen, um dort die nächsten Kapitel unserer Reise zu schreiben.


Der Hafen von Uturoa: Das geschäftige Herz Raiateas

 

Der Yachthafen von Raiatea, genauer gesagt die Marina d'Uturoa, ist weit mehr als nur ein Ort zum Festmachen – er ist das charmante Drehkreuz der „Inseln unter dem Winde“. Wenn man hier anlegt, spürt man sofort, warum Raiatea als das nautische Zentrum Französisch-Polynesiens gilt.

 

 

  • Ein Ort voller Leben und Kontraste. Der Hafen liegt direkt an der lebhaften Kleinstadt Uturoa, der zweitgrößten Siedlung des Archipels. Es ist eine faszinierende Mischung aus geschäftiger Betriebsamkeit und entspanntem Inselflair. Während am Pier die großen Versorgungsschiffe und Katamarane der Charterflotten festmachen, herrscht in den Gassen rundherum ein buntes Treiben. Man ist hier nie weit weg vom Geschehen: Ein kurzer Spaziergang führt direkt zum lokalen Markt, wo es nach frischer Vanille, reifen Mangos und dem Fang des Tages duftet.

 

 

  • Rundherum gut versorgt. Für „Yachties“ wie euch ist Uturoa ein wahrer Segen. Es gibt hier alles, was das Seglerherz begehrt – von gut sortierten Supermärkten für die nächste große Etappe bis hin zu kleinen Werkstätten und Schiffsausrüstern. Besonders praktisch ist die Nähe zum Krankenhaus und zur Post, was dem Ort eine fast schon städtische Infrastruktur verleiht, ohne dass er seinen polynesischen Charakter verliert.

 

 

  • Die Heilige Insel“ im Hintergrund. Was den Hafen aber wirklich besonders macht, ist die Kulisse. Über der Marina wacht der Mont Tapioi. Ein kleiner Aufstieg (wenn man die Beine nach den 1.800 Seemeilen mal wieder strecken möchte) belohnt mit einem spektakulären Blick über die Lagune bis hinüber zur Nachbarinsel Tahaa. Man merkt an jeder Ecke, dass Raiatea die „Heilige Insel“ ist – die Stimmung ist würdevoll und doch herzlich, ein perfekter Platz, um nach einem administrativen Sturm wieder zur Ruhe zu kommen.

 

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🏝️ Uturoa: Ein Logenplatz mit Schlaraffenland-Flair

Unsere Basis, die charmante kleine „Hauptstadt“ Uturoa, beherbergt gerade einmal 4.200 Einwohner und versprüht eine wunderbare Gelassenheit. Von hier aus genießt man ein Panorama, das fast zu schön ist, um wahr zu sein: Zur Rechten grüßt die Nachbarinsel Tahaa, während zur Linken die markante Silhouette von Bora Bora am Horizont thront. Man könnte die Gesellschaftsinseln ohne Zögern als das ultimative Paradies bezeichnen – wäre da nicht das kleine Detail der stolzen Preise, die einen gelegentlich sanft in die Realität zurückholen. Doch blickt man auf die landschaftliche Pracht und die schützenden Riffe, ist man schnell wieder versöhnt: Die Schönheit hier ist schlichtweg unbezahlbar.


🐉 Sagenhafte Nachbarschaft
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Eine geographische Besonderheit verbindet Raiatea mit ihrer nördlichen Schwester Tahaa: Beide Inseln teilen sich ein gemeinsames, gewaltiges Korallenriff. Während die Hauptinseln vulkanischen Ursprungs sind und aus dunklem, magmatischem Gestein bestehen, funkeln in der Lagune und auf dem Saumriff zahlreiche „Motus“ – kleine Inselchen aus strahlend weißem Korallensand. Getrennt werden die beiden ungleichen Schwestern nur durch einen drei Kilometer schmalen Sund. Der Legende nach ist dieser Durchlass das Werk einer riesigen Muräne, die vom Geist einer verstorbenen Prinzessin besessen war. Ob nun Legende oder Geologie – die Bootsfahrt über das türkisfarbene Wasser dauert gerade einmal zwanzig Minuten und ist jedes Mal ein optischer Genuss.


🥭 Vitamine im Vorbeigehen

An Land fühlen wir uns oft wie im Schlaraffenland. Das Einzige, was hier eigentlich noch fehlt, sind die sprichwörtlichen gebratenen Hühner, die einem direkt in den Mund fliegen. Ansonsten ist der Tisch der Natur reich gedeckt: Tropische Früchte wachsen hier in einer solchen Fülle und überall am Wegesrand, dass man die Vitamine im wahrsten Sinne des Wortes im Vorbeigehen pflücken kann. Es ist ein herrlicher Luxus, die reifen Schätze der Insel direkt vom Baum zu genießen und dabei das süße Leben der Südsee in vollen Zügen auszukosten.
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🥭 Unsere süße Beute am Wegesrand

Wenn man durch die üppigen Gärten und entlang der schattigen Pfade von Raiatea und Tahaa spaziert, wird der Einkaufskorb fast wie von selbst voll. Unsere persönlichen Stars am Tropenhimmel? Ganz klar die Ananas – sie sind hier so sonnengereift und aromatisch, dass sie mit den Exemplaren im heimischen Supermarkt eigentlich nur den Namen gemeinsam haben. Es ist, als würde man puren Sonnenschein essen.

Dazu gesellen sich Mangos, die so saftig sind, dass das Essen zu einer kleinen handwerklichen Herausforderung wird, und Papayas, die wir am liebsten mit einem Spritzer Limette direkt aus der Schale löffeln. Ein besonderes Highlight sind jedoch die lokalen Grapefruits – oder „Pample­mousse“, wie sie hier genannt werden. Sie sind riesig, haben eine dicke, grüne Schale und ein fruchtfleisch, das so süß und erfrischend ist, dass man die europäische Bitterkeit dieser Frucht sofort vergisst. Es ist ein herrlicher Luxus, den Tag mit einer Schale voll bunter Vitamine zu beginnen, die vor ein paar Stunden noch am Baum hingen.
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🌊 Das stille Reich hinter dem Riff

Jede der Gesellschaftsinseln ist von einem gewaltigen Korallenriff umgeben, das wie ein schützender Wall der Natur wirkt. Für uns Segler ist das ein unschätzbares Privileg: Sobald man die Passage passiert hat, fühlt es sich an, als würde man in einen riesigen, natürlichen Hafen einfahren. Draußen mag der Ozean seine Kräfte messen, doch im Inneren der Lagune sind wir vor den Wellen sicher und liegen so ruhig wie an einem privaten Steg.

Ein besonderes Erlebnis bietet sich bei Ebbe, wenn sich der Wasserspiegel so weit zurückzieht, dass die Riffkronen fast trockenliegen. Dann verwandeln sich diese lebendigen Mauern in faszinierende Wanderwege, auf denen man förmlich „über das Meer spazieren“ kann. Es ist ein beinahe magisches Gefühl, mitten im Ozean festen Boden unter den Füßen zu haben und in den kleinen Gezeitenpools das bunte Treiben der Unterwelt zu beobachten, während man die salzige Brise genießt.
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🛶 Das Herzschlag-Event der Südsee: Hawaiki Nui

Einmal im Jahr verwandelt sich die entspannte Atmosphäre der Gesellschaftsinseln in ein regelrechtes Sportfieber, wenn das „Hawaiki Nui“ stattfindet. Dieses legendäre Pirogenrennen ist das absolute Highlight der Region und weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf – es ist eine Hommage an die polynesische Kultur und Seefahrertradition. Wenn die kraftvollen Auslegerkanus über das Wasser gleiten, bebt die Lagune förmlich vor Begeisterung.

Das Rennen ist eine echte Herausforderung für Mensch und Material und erstreckt sich über drei intensive Tage. Der Startschuss fällt auf Huahine, von wo aus die Ruderer am ersten Tag die weite Strecke über das offene Meer bis nach Raiatea bewältigen. Am zweiten Tag geht es technisch anspruchsvoll in den geschützten Gewässern rund um Tahaa weiter, bevor am dritten Tag das große Finale ansteht: Der Zielsprint führt nach Bora Bora, wo die Athleten unter dem Jubel der Menge in der wohl berühmtesten Lagune der Welt empfangen werden. Für uns Segler ist es ein unvergessliches Spektakel, diesen Stolz und die unglaubliche Energie der Teams aus nächster Nähe mitzuerleben.


⚓ Logenplatz auf dem azurblauen Ozean

Dieses Spektakel von unserem eigenen Schiff aus zu beobachten, war ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Wir fühlten uns wie in der ersten Reihe eines schwimmenden Stadions. Während wir entspannt an Deck saßen, sahen wir die Pirogen im Rhythmus der Trommelschläge an uns vorbeiziehen – ein Anblick, der Gänsehaut garantiert. Es ist fast unvorstellbar, mit welcher Kraft und Ausdauer die Ruderer ihre Kanus durch das Wasser peitschen, während die Begleitboote für eine Geräuschkulisse sorgen, die man bis in die Mastspitze spüren kann.

Besonders beeindruckend war der Kontrast zwischen der friedlichen Stille unserer Ankerbucht und dem plötzlichen Trubel, wenn das Feld der Teilnehmer anrollte. Die Lagune war übersät mit Segelyachten, Motorbooten und kleinen Flitzern, die alle Teil dieses maritimen Volksfestes sein wollten. Inmitten dieser Farbenpracht aus bunten Segeln und dem tiefen Blau des Meeres wurde uns einmal mehr bewusst, wie privilegiert wir sind: Wir mussten kein Ticket kaufen und uns durch keine Menschenmassen drängen – unser Zuhause auf dem Wasser lieferte uns den perfekten Panoramablick auf die pure polynesische Lebensfreude.

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2007 - Oktober, Raiatea

🚜 Ein kleiner Wellness-Urlaub für unser Schiff

Alle paar Jahre fordert das Meer seinen Tribut, und das Unterwasserschiff verlangt nach einem frischen Anstrich. Raiatea hat sich dafür als der ideale Ort entpuppt, um diese notwendigen Arbeiten in Angriff zu nehmen. Wer hier jedoch hochmoderne High-Tech-Kräne erwartet, wird von einer herrlich pragmatischen und fast schon nostalgischen Methode überrascht: Das Schiff wird auf eine ganz besondere Weise aus seinem Element gehoben.

Der Vorgang ist ein echtes Spektakel für sich: Ein Traktor schiebt ein spezielles, robustes Gestell – eine Mischung aus Anhänger und fahrbarem Dock – unter das Schiff. Sobald alles sicher fixiert ist, zieht der Traktor die gesamte kostbare Fracht mit gemächlicher Gelassenheit die Rampe hinauf an Land. Es hat etwas ungemein Beruhigendes, sein schwimmendes Zuhause auf diese Weise „an die Leine“ genommen zu sehen. Nun steht unser Schiff sicher auf dem Trockenen, bereit für die Pflegekur, während wir die Gelegenheit nutzen, die Perspektive einmal zu wechseln und alles aus der Sicht eines Landratten zu betrachten.


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2007 - Juli, Moorea

⛰️ Moorea: Ein Bilderbuch aus Fels und Meer

Nur einen Katzensprung von Tahiti entfernt liegt Moorea, ein Ort, der definitiv jede Reise wert ist. Die Insel wirkt wie eine perfekt komponierte Kulisse: Beeindruckende Vulkansilhouetten ragen steil in den Himmel, während sich zu ihren Füßen die legendären Buchten Cook und Opunohu wie tiefblaue Juwelen in die Küste schneiden. Über die Jahrtausende haben unzählige fließende Gewässer tiefe Täler in den Stein gegraben, die heute durch messerscharfe, grüne Felsgrate voneinander getrennt werden. Über allem wacht majestätisch der Mont Tohiea, der stolze 1.207 Meter in die Höhe ragt und das Wahrzeichen dieser wilden Schönheit ist.


🌴 Moorea: Wo Träume den Anker werfen

Moorea, die charmante Nachbarinsel von Tahiti, ist für uns Segler wahrlich der Stoff, aus dem die Träume sind. Es ist ein Ort, an dem die Klischees der Südsee lebendig werden: Üppige Palmenwälder säumen die Küsten, feine Sandstrände laden zum Verweilen ein und unter der Wasseroberfläche eröffnet sich eine Welt, die an Farbenpracht kaum zu übertreffen ist. Die faszinierenden Unterwasserlandschaften mit ihren flinken und schillernden Bewohnern machen jeden Sprung ins kühle Nass zu einer Entdeckungsreise in ein lebendiges Aquarium


⚓ Ankunft in der Bucht von Opunohu

Als wir den Anker in der „Baie Opunohu“ fallen ließen, war uns sofort klar, warum dieser Ort als einer der schönsten Ankerplätze ganz Französisch-Polynesiens gilt. Eigentlich fehlen einem angesichts dieser Bilder die Worte – die Natur zieht hier alle Register. Das Zusammenspiel aus dem kristallklaren Wasser und der dramatischen Berglandschaft ist für das Auge fast schon überwältigend. Es ist einer dieser Plätze, an denen man einfach nur dasitzt und die Stille genießt, während die Farben der Lagune mit dem Licht spielen.


🇨🇭 Die neue Sicht auf die Heimat

Interessanterweise weckt diese gewaltige Natur in uns oft den Gedanken an die Heimat. Während wir hier die polynesischen Gipfel bestaunen, denken wir an die Schweizer Berge, die uns heute bei jedem Besuch wieder aufs Neue in Staunen versetzen. Seit wir nur noch als „Touristen“ in die Schweiz reisen und seltener dort sind, haben wir den gewohnheitsmäßigen Blick verloren, der diese Schönheit früher oft als „normal“ abgetan hat. Vielleicht ist das eines der schönsten Geschenke des Reisens: Dass man durch die Ferne lernt, die Pracht der eigenen Heimat wieder mit ganz frischen Augen zu schätzen.

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🌊 Tanz mit den Stachelrochen

Eine ganz besondere Attraktion auf Moorea hat uns allerdings einen Moment innehalten lassen: Die Begegnung mit den Stachelrochen im flachen Küstengewässer. Was andernorts als gefährliches Wagnis gilt, ist hier für Einheimische und Besucher ein fast schon freundschaftliches Zusammentreffen. Das Füttern der Tiere ermöglicht es uns, diesen majestätischen Geschöpfen so nah zu kommen, wie wir es uns nie hätten träumen lassen.

Obwohl diese großen Tiere theoretisch die Kraft hätten, einen Menschen blitzschnell zu verletzen, bleiben sie hier völlig friedlich – eine Harmonie, die so lange anhält, wie sie sich sicher und respektiert fühlen. Dennoch, wenn die sanften Riesen elegant an einem vorbeigleiten, bleibt dieser ganz spezielle Nervenkitzel bestehen. Es ist ein faszinierendes Wechselspiel aus tiefem Vertrauen in die Natur und dem gesunden Respekt vor ihren Bewohnern, das diese Begegnung zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

✨ Samt und Seide im flachen Wasser

Wenn man im knietiefen, kristallklaren Wasser steht und die Stachelrochen neugierig näher kommen, ist der Moment der ersten Berührung absolut faszinierend. Man erwartet vielleicht eine raue oder fischige Oberfläche, doch das Gegenteil ist der Fall: Die Haut der Rochen fühlt sich unglaublich glatt, fast schon wie weicher, nasser Samt oder sehr feine Seide an.

Es ist ein seltsames, aber wunderschönes Gefühl, wenn diese „fliegenden Teppiche der Meere“ sanft an den Beinen vorbeigleiten oder neugierig an den Händen stupsen. Sie fühlen sich fest und muskulös an, aber gleichzeitig so geschmeidig, dass sie jede Bewegung des Wassers perfekt imitieren. Wenn sie über die Haut gleiten, hinterlassen sie einen Eindruck von absoluter Eleganz. Trotz des kleinen Nervenkitzels, der im Hinterkopf mitschwingt, überwiegt sofort die Faszination für diese sanfte, fast schon zärtliche Berührung. Es ist eine Begegnung, die buchstäblich unter die Haut geht und uns zeigt, wie friedlich das Miteinander im Ozean sein kann, wenn man sich mit Ruhe und Respekt begegnet.


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🐋 Majestätischer Besuch im Hafenbecken von Papeete

Während sich in Europa langsam der Herbst ankündigt und die Tage kühler werden, erwacht die Südsee zu einem ganz besonderen Leben. Pünktlich zu dieser Jahreszeit beginnt in den warmen Gewässern Französisch-Polynesiens die Walsaison. Es ist ein faszinierendes Naturschauspiel: Die Buckelwale ziehen aus der Antarktis hierher, um in der geschützten Wärme der polynesischen Inseln ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen und ihn in aller Ruhe aufzuziehen.

Manchmal muss man gar nicht weit hinausfahren, um diesen Giganten der Meere zu begegnen. Diese bis zu 16 Meter langen Säugetiere mit ihren markanten, riesigen Brustflossen lassen sich mit etwas Glück sogar direkt vom Ufer aus beobachten. Wir hatten ein ganz besonderes Erlebnis: Wir entdeckten sie unmittelbar im „Pass“, der Riffeinfahrt zur tahitianischen Hauptstadt Papeete. Es war ein tief beeindruckender Kontrast, die gewaltigen Wale direkt vor der Kulisse der geschäftigen Stadt im Wasser tanzen zu sehen. In solchen Momenten merkt man erst, wie nah Natur und Alltag hier beieinanderliegen und wie friedlich diese riesigen Meeresbewohner ihren Platz in dieser paradiesischen Umgebung beanspruchen.


🎶 Das geheimnisvolle Konzert unter dem Kiel

Was viele nicht wissen: Man muss gar nicht unbedingt im Wasser sein, um die Buckelwale zu hören. Wenn die majestätischen Tiere in der Nähe singen, übertragen sich die Schwingungen direkt durch den Schiffsrumpf. Es ist ein fast schon mystisches Erlebnis, wenn man nachts in der Koje liegt und plötzlich dieses tiefe, wohlige Brummen und die hohen, klagenden Töne der Walgesänge hört. Es fühlt sich an, als würde das ganze Schiff leise vibrieren – als würde die „Aura“ dieser Riesen direkt durch den Stahl oder das GFK zu einem sprechen.

Diese Gesänge sind unglaublich komplex und können kilometerweit durch den Ozean getragen werden. Es ist ein Mix aus tiefen Bassnoten, die man eher im Magen spürt als mit den Ohren hört, und hellen, flötenartigen Klängen. In der Stille der Nacht, wenn nur das Wasser leise gegen die Bordwand klatscht, wirkt dieses Unterwasser-Konzert fast wie eine Botschaft aus einer anderen Welt. Es erinnert uns daran, dass wir auf unserer Reise nur Gäste in einem riesigen, lebendigen Wohnzimmer sind, das weit über das hinausgeht, was wir an der Oberfläche sehen können.

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🏄‍♂️ Logenplatz bei den Taapuna Masters

Im August 2007 hieß es für uns: Leinen los für ein Spektakel der Extraklasse! Jedes Jahr pilgern die besten Surfer der Welt nach Tahiti, um sich bei der legendären „Taapuna Master“-Kompetition zu messen. Wir ließen uns diese Chance nicht entgehen, schnappten uns unser kleines Beiboot und tuckerten direkt hinaus zum Geschehen. Zu unserem großen Erstaunen gab es keinerlei Absperrungen oder Sicherheitsboote, die uns zurückwiesen. So fanden wir uns plötzlich an vorderster Front wieder – in einer Position, für die jeder Sportfotograf vermutlich ein kleines Vermögen bezahlt hätte.


🌊 Tanz auf dem flüssigen Gebirge

Die Wellen, die hier gegen das Riff rollen, sind schlichtweg phänomenal. Es ist ein atemberaubender Anblick, wenn sich diese gewaltigen Wassermassen auftürmen und mit einer unglaublichen Kraft in sich zusammenbrechen. Man fühlt sich in seinem kleinen Beiboot plötzlich sehr winzig, doch faszinierenderweise konnten uns diese Riesen nichts anhaben. Solange man die Dynamik des Meeres versteht und sich an der richtigen Stelle positioniert, tanzt man sicher auf den Ausläufern dieser flüssigen Gebirge. Es war ein purer Adrenalinkick, die Surfer in den „Tubes“ verschwinden zu sehen, während wir nur wenige Meter entfernt den perfekten Auslösezeitpunkt für unsere Fotos abpassten. Ein Weltklassespektakel ohne VIP-Bändchen, dafür aber mit einer Brise Salz auf den Lippen!

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🖋️ Ein Versprechen, das unter die Haut geht

Im August 2007, während unserer Zeit auf Raiatea, kam uns ein Gedanke, der ebenso praktisch wie romantisch war. Tattoos haben im gesamten Pazifikraum eine jahrhundertealte Tradition – sie sind weit mehr als nur Körperschmuck, sie erzählen Lebensgeschichten. Auf einer Segelyacht hingegen sind klassische Eheringe aus Gold oder Platin eher unhandlich: Sie können bei der Arbeit mit Leinen und Winschen verloren gehen, verkratzen oder – was noch schlimmer wäre – zu Verletzungen führen.

Kurzerhand fassten wir einen Entschluss: Wir lassen uns unsere Eheringe tätowieren! Auf Raiatea fanden wir den perfekten Ort für dieses Vorhaben. Das Ergebnis ist ein Symbol unserer Verbundenheit, das uns nun überallhin begleitet, egal wie stürmisch die See auch wird. Diese Ringe können wir niemals an Bord vergessen oder gar im tiefen Blau des Ozeans verlieren. Und auch finanziell war es vermutlich das charmanteste Schnäppchen unserer Reise: Mit einer Investition von gerade einmal 10 Euro pro Ring haben wir ein Schmuckstück fürs Leben gewonnen, das niemals seinen Glanz verliert und uns immer an diese besondere Zeit in der Südsee erinnern wird.


🌺 Ein Lächeln und ein anerkennendes Nicken

Sobald die Einheimischen unsere tätowierten Ringe entdeckten, brach meist sofort das Eis. Es war, als hätten wir einen unsichtbaren Code geknackt. Oft wurden wir im Supermarkt oder am Hafen von Raiatea am Handgelenk gefasst, damit sie sich das filigrane Muster aus der Nähe ansehen konnten. Ein breites Lächeln und ein tief aus der Brust kommendes „Mauruuru“ (Danke) oder ein anerkennendes „C’est beau!“ waren die Standardreaktionen.

Für die Polynesier war unsere Entscheidung ein Zeichen von großem Respekt gegenüber ihrer Kultur. Dass wir uns entschieden hatten, den wichtigsten Bund unseres Lebens nicht mit Metall, sondern mit der traditionellen Kunst ihrer Vorfahren zu besiegeln, brachte uns viel Sympathie ein. Manchmal klopften uns ältere Insulaner schmunzelnd auf die Schulter und meinten, wir seien nun „wahre Polynesier des Herzens“. Es fühlte sich gut an, nicht nur als Touristen wahrgenommen zu werden, die kurz vorbeischauen, sondern als Menschen, die ein Stück dieses Paradieses für immer mit sich tragen. Unsere Ringe wurden so zum schönsten Türöffner für Gespräche und Begegnungen, die wir sonst vielleicht nie erlebt hätten.

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2007 - September, Bora Bora

💎 Bora Bora: Luxus pur und das Paradies zum Nulltarif

Bora Bora – allein der Name klingt wie das Echo einer Sehnsucht. Dieses Juwel der „Inseln unter dem Winde“ liegt etwa 260 Kilometer nordwestlich von Tahiti und ist ein Paradebeispiel für ein klassisches Atoll. Mit einer Landfläche von gerade einmal 38 Quadratkilometern konzentriert sich hier alles, was die Südsee an Exklusivität zu bieten hat. Es ist kein Geheimnis und steht sogar offiziell in den Lexika: Bora Bora gilt als einer der luxuriösesten und teuersten Urlaubsorte unserer Erde. Wer hier als „normaler“ Tourist landet, sollte sein Budget vorher gut polstern, denn die Hotelpreise der Oberklasse bewegen sich in schwindelerregenden Höhen – mehrere tausend Dollar pro Nacht sind in den exklusiven Resorts eher die Regel als die Ausnahme.


⛵ Unser schwimmendes Fünf-Sterne-Zuhause

Das Schöne an unserem Leben als Segler ist jedoch, dass wir eine ganz eigene Definition von Luxus genießen. Während in den Overwater-Bungalows die Dollarscheine nur so fließen, wohnen wir auf unserem Schiff praktisch gratis. Wir parken – oder besser gesagt: ankern – an den schönsten Plätzen der Lagune, ohne eine Rechnung zu erhalten. Die wärmende Sonne, das kristallklare Wasser und der Sprung ins Meer am frühen Morgen sind bis heute glücklicherweise noch völlig kostenfrei.

Natürlich spüren auch wir die „Extraklasse“ der Insel, wenn wir den örtlichen Supermarkt besuchen. Der Einkauf belastet das Bordbudget deutlich mehr als anderswo, und Restaurantbesuche sind eher die Ausnahme als die Regel. Aber wissen wir das Ambiente nicht fast noch mehr zu schätzen, wenn wir unser Dinner bei Sonnenuntergang selbst zubereitet im Cockpit genießen? So halten sich die Mehrausgaben für uns in angenehmen Grenzen, während wir denselben atemberaubenden Ausblick genießen wie die Gäste in den teuersten Suiten der Welt – nur eben mit dem unvergleichlichen Gefühl von Freiheit und einer Prise Stolz im Gepäck.


🏨 Zwischen Jetset und Freiheit: Ankern vor den Resorts

Wenn wir unser Eisen in den weißen Korallensand fallen lassen, befinden wir uns oft in direkter Sichtweite zu den berühmten Overwater-Bungalows, die wie lange Holzfinger in die Lagune ragen. Es ist eine surreale Situation: Wir stehen morgens im Pyjama mit einer Tasse Kaffee an Deck und beobachten, wie auf den privaten Terrassen der Resorts das Frühstück per Kanu serviert wird. Während dort für jede Annehmlichkeit tief in die Tasche gegriffen wird, genießen wir exakt dasselbe Panorama, denselben Wind und dasselbe Meeresleuchten – ganz ohne Check-in und Hotelrechnung.

Manchmal spürt man die neugierigen Blicke der Hotelgäste. Für viele von ihnen sind wir wahrscheinlich das exotische Element in ihrer Luxus-Idylle – die „echten Abenteurer“, die ihr Zuhause immer dabei haben. Während sie an ihr festes Resort gebunden sind, haben wir den Luxus der Mobilität: Wenn uns die Aussicht an einem Ort nicht mehr gefällt oder der Wind dreht, lichten wir den Anker und suchen uns ein neues Stückchen Paradies. Es ist ein faszinierendes Gefühl von Freiheit, sich in dieser Welt der Reichen und Schönen zu bewegen, ohne dazuzugehören, und zu wissen: Unser wahrer Luxus ist nicht der Goldrand am Teller, sondern die Freiheit, jederzeit dorthin zu segeln, wo der Horizont am schönsten leuchtet.

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September 2007 - Maupiti

⛴️ Abstecher ins unberührte Paradies: Tagesausflug nach Maupiti

Manchmal ist es klüger, das eigene Schiff sicher vor Anker zu lassen und auf lokale Transportmittel umzusteigen. Für unseren Ausflug nach Maupiti, die kleine, charmante Nachbarinsel rund 30 Seemeilen westlich von Bora Bora, wählten wir daher die Fähre. Da Maupiti eigentlich nur dann direkt auf der Segelroute liegt, wenn man Französisch-Polynesien endgültig verlässt, machte der Aufwand, das eigene Boot dorthin zu bewegen, für einen kurzen Besuch kaum Sinn. So blieb unser schwimmendes Zuhause in der geschützten Lagune von Bora Bora, während wir uns auf ein neues Abenteuer einließen.

Der Plan war straff, aber vielversprechend: Ein Tag voller neuer Eindrücke, mit dem Ziel, pünktlich zum Sonnenuntergang wieder zurück an Bord zu sein. Maupiti ist bekannt dafür, dass es den Massentourismus bisher erfolgreich abgewehrt hat – es gibt dort keine großen Resorts, sondern nur authentisches Inselflair. Die Überfahrt bot uns die perfekte Gelegenheit, die beeindruckende Silhouette von Bora Bora einmal aus der Ferne zu betrachten und uns auf die Ruhe der kleineren Insel einzustimmen. Es ist diese Flexibilität, die das Reisen hier so besonders macht – mal Luxus-Spot, mal einsames Eiland, und das alles nur eine kurze Fährfahrt voneinander entfernt.


🏔️ Maupiti: Herzlichkeit und Panoramen im Familienkreis

Besonders schön war dieser Ausflug, weil wir ihn nicht alleine erlebten: Dany, die Schwester meiner Frau, war bei uns zu Besuch auf dem Schiff und begleitete uns auf diesem Trip. Zu dritt machten wir uns daran, das ursprüngliche Gesicht Polynesiens zu entdecken. Schon bei der Ankunft spürten wir, dass Maupiti einen ganz eigenen Rhythmus hat. Die Herzlichkeit der Bewohner ist hier fast noch greifbarer als auf den größeren Inseln; man wird nicht als anonymer Tourist, sondern mit einem echten, warmen Lächeln empfangen. Es sind diese kurzen Begegnungen am Wegesrand, die den Tag so besonders machten.

Um die Insel in ihrer vollen Pracht zu erfassen, zog es uns in die Höhe. Der Aufstieg wurde mit einer Aussicht belohnt, die uns allen drei kurz den Atem raubte. Von oben blickt man auf eine Lagune, die in so vielen Blautönen leuchtet, dass man kaum glauben kann, dass sie echt ist. Das tiefe Blau des Ozeans bricht sich an den weißen Linien des Riffs und geht in ein helles Türkis über, das die kleine Insel wie ein leuchtender Kranz umschließt. Gemeinsam mit Dany dort oben zu stehen, über die Weite des Pazifiks zu schauen und diesen Moment zu teilen, war eines der ganz großen Highlights ihres Besuchs.

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Begegnungen

Ein Schiff voller Begegnungen: Gäste an Bord

Wenn wir heute durch unsere Fotoalben blättern, wird uns immer wieder bewusst, dass unsere Reise nicht nur aus Wellen, Wind und einsamen Buchten bestand. Es waren vor allem die Menschen, die unser Schiff mit Leben und Lachen gefüllt haben. Über die Jahre hatten wir bei vielen Gelegenheiten die Freude, ganz unterschiedliche Personen an Bord begrüßen zu dürfen. Ob enge Familienmitglieder wie Dany, langjährige Freunde oder Reisende, die für ein Stück des Weges zu Weggefährten wurden – sie alle haben ihre Spuren in unserem Bordalltag hinterlassen.