Der markante Felsen von Gibraltar ...
Der markante Felsen von Gibraltar, der Gibraltar sein ganz spezielles Klima verleiht, ist nicht nur ein geologisches Wunder, sondern auch ein Wetterzauberer. Dank dieses majestätischen Felsens erleben wir hier ein Mikroklima, das uns manchmal glauben lässt, wir hätten Mutter Natur persönlich als Wetteransagerin engagiert. Von plötzlichen Nebelschwaden bis hin zu sonnendurchfluteten Tagen bietet der Felsen alles, was das Wetterherz begehrt. Wer braucht schon einen Wetterbericht, wenn man den Felsen hat? 😉
Vorbereitung auf den grossen Törns ...
Schon das Vorbereiten eines großen Törns macht Spaß. Aber bis bei einem Schiff alle Details stimmen, braucht es einiges an Zeit und Arbeit. Es ist fast so, als ob das Schiff uns auf Trab halten will – „Oh, du hast das Rigg überprüft? Na dann schau mal, ob die Navigationselektronik auch wirklich funktioniert!“ Ein bisschen wie ein lebendiges To-Do-Board auf hoher See!
Doch genau diese Herausforderungen machen die Vorbereitung auch so spannend. Denn wenn endlich alles passt und das Boot startklar ist, weiß man, dass sich all die Mühe gelohnt hat. Und mal ehrlich, was gibt es Besseres, als dieses Gefühl, wenn man endlich die Leinen loswirft und in See sticht?
Das Rigg kontrollieren ...
Letzte Vorbereitungen. Nathalie kontrolliert das Rigg. Man könnte meinen, sie bereitet sich auf eine Weltraummission vor, so akribisch wird jede Schraube und jeder Tampen unter die Lupe genommen.
Abschied ...
Abschied nehmen fällt schwer. Wir werden Sergio sehr vermissen... Wer wird uns jetzt seine legendären Geschichten erzählen und uns mit seinem unnachahmlichen Charme zum Lachen bringen? Ohne ihn wird es definitiv ein bisschen weniger bunt und abenteuerlich sein.
Abschied ...
Wir verabschieden uns auch mit schwerem Herzen von Helena. Ein Trost sind die modernen Kommunikationsmittel im Internet, denn dadurch ist heute eine lebendige und schnelle Kommunikation möglich. Zum Glück müssen wir dank Videotelefonie und Chat-Nachrichten nicht ganz auf Helenas Lächeln und ihre aufmunternden Worte verzichten.
Kein Wetter zum Abreisen ...
Kein Wetter zum Abreisen und auf Weltumsegelung zu gehen – es ist ein verregneter Tag. Also verschieben wir die Abfahrt auf morgen. Schließlich wollen wir ja nicht gleich zu Beginn unserer Reise klatschnass werden ;-)) Wer möchte schon bei strömendem Regen die Leinen loswerfen? Wir nutzen die gewonnene Zeit für einen letzten Check ... Also, Daumen drücken für besseres Wetter morgen – die Weltumsegelung kann warten, bis die Sonne wieder lacht!
Besseres Wetter in Sicht ...
Ab morgen sollte die Costa del Sol wieder im Sonnenschein erstrahlen, und so werden wir den heutigen Tag nutzen, um noch ein paar vergessene "Unwichtigkeiten" zu erledigen. Schließlich wollen wir ja bestens vorbereitet sein, bevor wir die Segel setzen und der Sonne entgegenfahren.
12. November 2003 ...
Unterwegs, die Reise hat heute begonnen. Das Abenteuer ruft! Wir haben endlich die Leinen losgeworfen und segeln dem Horizont entgegen. Die See ist ruhig und das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite – zumindest vorerst. Wer weiß, welche Überraschungen uns auf dem Weg noch erwarten?
1. Abenteuer :-)) ...
Das erste Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten ... Komische Geräusche während der Fahrt unter Motor. Nach einem kurzen Moment des Schreckens und einem prüfenden Blick in den Motorraum, haben wir schnell entdeckt: Ein Plastikstück hatte sich unbemerkt um den Propeller gewickelt. Zum Glück kein größeres Problem, aber definitiv ein kleiner Weckruf, dass die Meere nicht immer so ruhig sind, wie sie scheinen.
Unser allererstes Abenteuer - oder: Der Plastiksack-Streik
Gerade noch gleiten wir gemächlich über das spiegelglatte Wasser - keine 50 Meilen vor der marokkanischen Küste -, da passiert es: Ein verdächtiges Rumpeln, und plötzlich geht … nichts mehr. Der Motor brummt brav, die Welle dreht sich, aber das Boot bewegt sich keinen Zentimeter vorwärts. Seltsam.
"Haben wir etwa die Schraube verloren?" - Das wäre zwar praktisch unmöglich, aber die Natur liebt es bekanntlich, uns zu überraschen. Also: Ab in die Badehose, die Leiter runter und rein in den Atlantik. Brrrr! Das Wasser ist nicht einfach nur kalt, es ist "Walfisch-Niesen-bei-Eiswind"-kalt. Doch der Schock lohnt sich - das Rätsel ist schnell gelöst: Ein einsamer Plastiksack hat sich heldenhaft um unsere Schiffsschraube gewickelt und erklärt sie kurzerhand zum "arbeitsfreien Donnerstag".
Nathalie, die Retterin in der Not, steht schon im Neoprenanzug bereit. Ich drehe nochmal die Welle im Motorraum, sie taucht ab - und zack: Der Störenfried ist wie von Geisterhand verschwunden. Wahrscheinlich hat ihn die Strömung davongetragen, die hier vor Marokko ordentlich zieht. Und das ist auch gut so, denn unsere Schraube sitzt tief unten am Kiel - da hätte selbst ein olympischer Freediver mit Werkzeugkasten zu kämpfen.
Fazit des Tages: Wer denkt, Segeln sei nur Sonne, Wind und Romantik, hat noch nie einen Plastiksack im Atlantik bekämpft. Aber hey - wer braucht schon teure Fitnessstudios, wenn man ein Boot hat? Hier gibt’s Abenteuer-Workouts inklusive Kälteschock-Therapie - gratis!