2020.02. - Mittelmeer 2

2020 - Februar, Almerimar

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Februar 2020 - Almerimar




8 Monate haben wir in Valencia verbracht und einwenig am Schiff gearbeitet. Valencia ist eine sehr schöne und lebenswerte Stadt und wir haben die Zeit dort sehr genossen.  Nun sind wir unterwegs nach Almerimar und die Fahrt dauert etwa zwei Tage.

Die Fahrt war spannend und kurzweilig. Den Hafen haben wir bei starkem Nebel verlassen und waren froh um unsere Instrumente. Mit AIS und Radar ist das Segeln bei Nebel kein Problem. Nach ein paar Stunden wurde die Sicht klar. Über Wind konnten wir während der gesamten Strecke nicht klagen und am Tag unserer Ankunft im Hafen von Almermar schien die Sonne bei wolkenlosem Himmel. Naja, wenn Engel reisen, dann ist das Wetter gut ... :-)

Nach 8 Monaten wieder unterwegs ...
Nach 8 Monaten wieder unterwegs ...
Wir haben die schöne Stadt Valencia verlassen und sind auf dem Weg nach Almerimar. Wegen dem Wetter starten wir Abends und für die 250 Seemeilen von Valencia nach Almerimar benötigen wir etwa zwei Tage.




In Almerimar haben wir die "NatHape" aus dem Wasser genommen, das Unterwasserschiff bearbeitet und das Antifouling neu aufgetragen. Den letzten Antrich haben wir vor 3 1/2 Jahren in Malaysia vor­ge­nom­men und verwendeten SeaQuantum Ultra S. Es ist das erste Antifouling, mit welchem wir zufrieden waren, wir hätten noch ein oder zwei Jahre mit dem Neuanstrich warten können. Wegen der langen Lebens­dauer dieses Produkts wollten wir dasselbe Antifouling wieder verwenden, mussten es aber in Frankreich bestellen, da es in Spanien nicht verfügbar ist.

Um ein Schiff aus dem Wasser zu nehmen, fährt man in eine enge Einfahrt, welche so breit ist wie der Kran.
Der Kran fährt das Schiff zu einen bestimmten Platz, wo man für einige Tage am Schiff arbeiten kann.
Den Kran zu fahren, scheint nicht so einfach zu sein, Er darf natürlich nicht mit Schiffen zusammenstossen.
Die Unterseite des Kiels ist diejenige Stelle, welche am schwersten zugänglich ist, weil das Schiff auf dem Land darauf steht. Wir haben Glück, weil der Chef des Krans uns für einen Tag im Kran hängen lasst.
Wir sind mit allen Arbeiten fertig, ausser das wir die Unterseite des Kiels bearbeiten müssen. dafür hängen wir für einen Tag im Kran.
Am Platz angekommen, wird das Schiff auf den Kiel gestellt und mit Stützen am Umfallen gehindert.
Links: Die Arbeiten welche an Land an einem Schiff ausgeführt werden, sind nicht die saubersten. Speziell hier in Almerimar, wo die Schiffe im Sand stehen. Rechst: Wir revidieren die Schraube und wechseln alle Lager.
Links: Wir streichen zwei Lagen Antifouling und eine dritte für die Wasserline, den Kiel und das Ruder. Rechts: Die Anoden werden immer gewechselt, wenn das Schiff auf dem Land steht. Eine Anode ist aus Zink und sie opfert sich für anderes Metall, welches ohne die Anode durch Elektrolyse zerstört würde.
Links: Wir wechseln die Dchtung an der Schraube. Gibt es Probleme mit dieser Dichtung, dann muss man das Schiff aus dem Wasser nehmen. Rechts: Farben müssen gut gemischt werden. Wir mischen das Antifouling mit der Bohrmaschine, auf welcher ein "Mischer" installiert ist.
Unsere Nachbarn, die Fischer, haben mehr Arbeit an ihrem Schiff als wir ...
Nirgends wird ein Schiff so schmutzig wie an Land. Sobald man zurück im Wasser ist, wird das Schiff gereinigt.
Weil der Steg so gross ist und wir das Segel nicht montiert haben, befreien wir auch die Genua von allen schmutzigen stellen.
Wir ziehen die nasse und darum schwere Genua hoch. Das Wetter ist ideal, sonnig und trocken.
Sonnenuntergang in Andalusien. Wir haben Frühlingswetter mit starken Westwinden.
(Photo von Jassen, meinem Neffe)


14. März 2020: QUARANTAINE wegen CORONA-VIRUS

Alle unsere Pläne werden verschoben. Die Liste der Häfen in welche man nicht mehr einlaufen darf, wird täglich länger. Unsere Freunde von der SY Zora ankern in Madeira, dürfen aber nicht an Land. Die Häfen in Marokko sind seit gestern alle ge­schlos­sen und in Spanien ist ab heute das Leben etwas ein­ge­schränk­ter.

Für uns ist das kein Problem. Wir haben noch einige auf­gescho­bene Arbeiten zu erledigen und da sind noch Bücher, welche gelesen werden wollen, die Sonne scheint und es fehlt uns an nichts. :-))



Quarantaine
Quarantaine
The World is closed ....




PS: Wir haben natürlich einen Schlüssel für das vergitterte Tor. Dieses soll Unbefugten den Zugang zu den Schiffen verwehren ...




17. März 2020: Kontrolle der Restriktionen

Seit dem 14. März stehen wir unter "Hausarrest". Wir dürfen Esswaren einkaufen, für Medikamente zur Apotheke spanzieren oder bei einem ATM Geld holen (Letzteres funktionierte gesten nicht). So wie es aussieht, muss der Hund alleine Gassi gehen :-)).

Wir folgende e-Mail von der Verwaltung unserer Wohnung in Estepona erhalten:
"Dear owner, Due to the alarm situation decreed by the Government, and following the instructions of the College of Administrators, we ask you to stay at home. Common areas like gardens, swimming pools, corridors, etc cannot be walked on by the neighbors. Although the community staff continues to carry out maintenance and conservation of the common areas and elements, we ask you not to contact them, since such interaction is prohibited by protocol to avoid contagion. Please stay in your homes. Receive a warm greeting and much encouragement".

Wir sind im Modi "Standby" und nehmen die Virus-Geschichte mit Humor, auch wenn uns die auf­er­leg­ten Re­strik­tionen und Kontrollen etwas übertrieben erscheinen.





22. März 2020: Heute gelesen in "Swiss Propaganda Research"

Ein Schweizer Arzt bittet uns, folgende Informationen zur aktuellen Situation zu publizieren, um unseren Lesern eine realistische Risikobeurteilung zu ermöglichen. (Updates weiter unten)

Laut den Angaben des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts ISS liege das Durch­schnitts­­alter der positiv-getesteten Verstorbenen in Italien derzeit bei circa 81 Jahren. 10% der Verstorbenen seien über 90 Jahre alt. 90% der Verstorbenen seien über 70 Jahre alt.

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23. März 2020: Verlängerung der Ausgangssperre in Spanien

Eines muss man den Spaniern lassen, sie sind konsequent: Der Plan dan Virus durch Isolation zu bekämpfen, wird zu 100% umgesetzt. Die Ausgangssperre wurde um zwei Wochen verlängert und endet voraussichtlich am 19. April 2020. Das ist natürlich eine lange Zeit.

Eine Wohnung oder auch das Schiff darf grundsätzlich nur zum Einkaufen, Geld abheben oder für medizinische Belange verlassen werden.

Heute wurden die Stege der Marina desinfiziert. In Anbedtracht des obigen Berichtes von "Swiss Propaganda Research" darf man sich schon fragen, ob all diese Masnahmen nicht einwenig übertrieben sind.





23.3.2020 - Desinfizieren des Steges ...